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DeepL: Kölner Übersetzungs-Start-up erhält Investment aus dem Silicon Valley

Das DeepL-Logo. (Grafik: DeepL)

Der im Silicon Valley ansässige Kapitalgeber Benchmark investiert in das deutsche Startup DeepL. Der Übersetzungsdienst setzt auf neuronale Netze und ist einer der größten Konkurrenten für den Google-Übersetzer.

Das aus Linguee hervorgegangene Unternehmen stellt seit August 2017 den Online-Übersetzer DeepL zur Verfügung. Das Startup führte damals einen Blindtest durch. Das Ergebnis: DeepL übersetzt besser als Google, Microsoft oder Facebook. Das ist auch im Silicon Valley nicht unbemerkt geblieben.

Benchmark erwirbt DeepL-Anteile

Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, erwirbt Benchmark Capital aus dem Silicon Valley 13,6 Prozent des Kölner Übersetzungs-Startups. Das Portfolio des erfolgreichen amerikanischen Risikokapitalgebers umfasst bereits Investments in über 250 Unternehmen. Darunter auch Facebook, Ebay, Uber und Dropbox. Somit hat das Kölner Unternehmen, das erst seit einem guten Jahr den auf einem selbstkonstruierten neuronalen Netz basierenden Übersetzer DeepL betreibt, einen hochkarätigen Investor an Land gezogen.

Ähnlich wie der Google Übersetzer kann auch Deepl komplette Sätze übersetzen. (Screenshot: Deepl)

Ähnlich wie der Google-Übersetzer kann auch DeepL komplette Sätze übersetzen. (Screenshot: DeepL)

DeepL: Besser als die Konkurrenz

In einem in 2017 selbstdurchgeführten Blindtest übersetzten DeepL, Google, Microsoft und Facebook 100 verschiedene Sätze in unterschiedlichen Sprachen. Dabei mussten professionelle Übersetzer die Ergebnisse der einzelnen Dienste bewerten, ohne den zugehörigen Dienst selbst zu kennen. Dabei soll DeepL drei Mal häufiger als Gewinner gewählt worden sein.

Im Blind-Test von August 2017 übertrifft Deepl in der Qualität der Übersetzungen Google, Facebook und Microsoft. (Grafik: Deepl)

Im Blindtest vom August 2017 übertrifft DeepL in der Qualität der Übersetzungen von Google, Facebook und Microsoft. (Grafik: Deepl)

Bislang unterstützt DeepL sieben verschiedene Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Der Google-Übersetzer hat hingegen mehr als 100 Sprachen zu bieten. Anders als Google setzt DeepL bei der Übersetzung jedoch auf sogenannte Convolutional-Neural-Networks, die sonst eher bei der Bilderkennung und Verarbeitung von Audio-Daten zum Einsatz kommen. Das von biologischen Prozessen inspirierte Konzept des maschinellen Lernens wird aber auch erfolgreich bei der Spracherkennung genutzt – so auch bei DeepL. Daraus resultiert unter anderem eine höhere Geschwindigkeit bei der Übersetzung, da die Verarbeitung der Wörter parallel ablaufen kann.

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Ein Kommentar
Sebi
Sebi

Ich nutze DeepL nun schon seit einigen Monaten und greife nur noch ganz slten auf den Google Übersetzer zurück um etwas gegenzuchecken. DeepL übersetzt oft auch komplexe Satzkonstrukte fast perfekt. Gut, manchmal sind Klopper dazwischen wo man sich wundert, aber meistens passt das.

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