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Dieser neue Deepmind-Computer beantwortet Fragen mit Wissen aus seinem Gedächtnis

(Grafik: Deepmind/Youtube)

Der neue Deepmind-Computer hat eine weitere Hürde genommen. Die Künstliche Intelligenz kann jetzt auch auf das eigene Gedächtnis zurückgreifen, um komplexe Fragen zu beantworten.

Deepmind: Neues KI-Modell DNC

Die an den Funktionen des menschlichen Gehirns orientierten neuronalen Netzwerke konnten zwar bisher schon viel, vor allem wenn es darum ging, bestimmte Muster nachzuvollziehen. Wenn es um logisches Denken ging, war die Künstliche Intelligenz aber noch limitiert. Das soll sich mit dem neuen Computer der Alphabet-Tochter Deepmind jetzt geändert haben. Das neue KI-Modell, das als differenzierbarer neuronaler Computer (DNC) bezeichnet wird, kann auf sein Gedächtnis zurückgreifen.

So sieht die Infrastruktur des neuen Deepmind-Computers DNC aus. (Bild: Deepmind.com)

So sieht die Infrastruktur des neuen Deepmind-Computers DNC aus. (Bild: Deepmind.com)

Die Deepmind-Entwickler fütterten den Computern mit Datenstrukturen wie einem Familienstammbaum oder einer Karte der Londoner U-Bahn. Anschließend war der DNC in der Lage, komplexe Fragen über Beziehungen zwischen diesen Strukturen zu beantworten. So verstand die KI nicht nur die Frage nach dem Großonkel mütterlicherseits von einer bestimmten Person, sondern konnte diese auch korrekt beantworten. Auch konnte der Computer bestimmte Routen im Londoner U-Bahn-Netz nachvollziehen und etwa die kürzeste Route zwischen zwei vorgegebenen Stationen berechnen. Das Besondere daran: Diese Informationen musste sich die KI selbst „erarbeiten“.

Neuer Deepmind-Computer kann mehr als Alphago

Bisher bestand die große Kunst von neuronalen Netzwerken vor allem darin, dass sie, wie der Go-Computer Alphago, komplexe Vorgänge anhand von Millionen von Daten wie Spielzüge nachvollziehen konnten – und damit das menschliche Können übertrafen. Jetzt kann diese Stärke um das selbstständige Erschließen von Zusammenhängen aus dem eigenen Wissen ergänzt werden, was das Lösen neuer komplexer Aufgaben ermöglicht.

Deepmind hofft, dass der DNC künftig weitere Durchbrüche im Computerbereich erreicht. Die KI beschreiben die Entwickler als „lernende Maschine, die ohne vorheriges Programmieren Informationen in zusammenhängende Fakten organisieren und diese Fakten zum Lösen von Problemen nutzen kann“. Details der Ergebnisse ihrer Arbeit sind in dem Wissenschaftsjournal Nature veröffentlicht worden.

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Das Runde muss ins Eckige: Wie die Google-KI Deepmind das Fußballspielen lernt

via thenextweb.com

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Ein Kommentar
Hans
Hans

Es gibt auch andere neuronale Modelle die das können außerdem wurde dies Mal wieder an einem sogenannten toy Task getestet.

Das Modell ist sehr interessant aber die Darstellung hier ist sehr übertrieben .

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