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Marketing

Das kannst du von deinem Blog im ersten Jahr erwarten

(Foto: Shutterstock)

Das erste Jahr mit einem eigenen Blog ist nicht leicht. Es gilt so einige Hürden zu überwinden und viele geben auf, bevor es eigentlich losgeht. Was du von deinem ersten Jahr mit Blog erwarten kannst, liest du hier.

Der erfolgreiche Blogger Ramsay Taplin, hat auf „Blogtyrant“ fünf Dinge identifiziert, die du für deinen Blog im ersten Jahr erwarten kannst.

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Ramsay Taplin ist ein ambitionierter Vollzeit-Blogger. (Foto: blogtyrant.com)

Finanzieller Verlust

Auch wenn jeder Blogger unterschiedliche Ziele haben mag, so wird keines davon sein, Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Die meisten wollen ihren Blog monetarisieren und nicht ausschließlich für den Spaß an der Freude bloggen und dafür draufzahlen. Im ersten Jahr kann sich das aber durchaus so anfühlen. Und vermutlich ist das auch einer der häufigsten Gründe dafür, wenn Blogger zu früh aufhören. Dabei lässt sich das Bloggen hier auch mit anderen Geschäften vergleichen. Viele Unternehmen machen im ersten Jahr Verlust, da die Einstiegsinvestitionen noch geringen Einnahmen gegenüber stehen.

Idealerweise schaffst du es dennoch, in dieser Zeit eine gute Basis aufzubauen und eine Perspektive für deinen Blog zu entwickeln. Du solltest erkennen, wo das Potenzial für Einnahmen liegt.

Ein Verlust im ersten Jahr bedeutet ja auch nicht, dass du nichts einnimmst – sondern, dass deine Ausgaben für Werbung, Investitionen und das Einrichten vermutlich höher sein werden und dein Traffic dagegen noch nicht ausreichend. Also solltest du dir keine Sorgen machen, wenn du Verlust machst. Wenn allerdings gar nichts reinkommt, solltest du anfangen, dich zu Fragen, ob du den richtigen Weg gehst.

Ein solides Grundrauschen

Nach einem Jahr sollte dein Blog einen soliden Traffic-Pegel erreich haben. Natürlich gibt es immer einen kleinen Aufschwung, wenn du einen neuen Post veröffentlichst. Dein Blog sollte jetzt aber auch ein Grundrauschen über die Social-Media-Kanäle und vor allem über Google beziehen.

Taplin verdeutlicht das mit einem Auszug aus seinem Analytics-Account. Hier sieht man deutlich, dass der Traffic zwar stark schwankt – abhängig davon ob er einen neuen Beitrag veröffentlicht hat oder nicht – das jedoch nur über einer gewissen Grenze. Das Grundrauschen bleibt stabil und entwickelt sich sogar stetig positiv.

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Der Traffic darf nicht nur von neuen Beiträgen abhängig sein. Der Blog braucht ein kontinuierliches Grundrauschen. (Screenshot: blogtyrant.com)

500-1000 Newsletter-Abonnenten

Ramsay Taplin sieht Newsletter-Abonennten als massiven psychologischen Booster. Zum einen hast du mit der Zahl der Newsletter-Abonnenten eine Kennzahl an der Hand, die dir idealerweise zeigt, dass es aufwärts geht. Und zum anderen siehst du, dass den Leuten wirklich gefällt, was du tust.

„Es ergibt keinen Sinn, im zweiten Jahr dasselbe zu tun, wenn es im ersten nichts gebracht hat.“

Welche absoluten Zahlen bei dir im ersten Jahr erreichbar sind, hängt stark von der Nische ab, in der du dich bewegst. Wichtig ist, dass du eine solide Basis von Menschen aufbaust, die sich wirklich für deine Inhalte interessieren. Dennoch solltest du es im ersten Jahr schaffen,  die 500-Abonnenten-Marke in etwa zu erreichen. Andernfalls, so der Blog-Profi, solltest du anfangen, dir Fragen zu stellen, wo das Problem liegen könnte. Ein Jahr ist eine lange Zeit, die du bis dahin geblogt hast. Und es ergibt keinen Sinn, im zweiten Jahr dasselbe zu tun, wenn es im ersten nichts gebracht hat.

Bekanntheit durch Gastbeiträge

Wenn du Gastbeiträge auf bekannten Blogs deiner Zielgruppe platzieren kannst, erhöht das deine Bekanntheit und damit zwingend auch den Traffic auf deiner Seite. Zudem wirkt es sich positiv aus, wenn du Beziehungen zu den Meinungsführern und Influencern deiner Nische aufbaust.

Ramsay Taplin hat nach etwas drei oder vier Gastbeiträgen auf bekannten Blogs festgestellt, dass es enorm vorwärts geht. Zudem hat er durch den Kontakt mit anderen Bloggern ein Netzwerk aufgebaut.

Die Bilanz: Weitermachen oder aufgeben?

Blog
Was tun, wenn die Bilanz schlecht ausfällt. (Foto: Shutterstock)

Du solltest nicht sofort die Flinte ins Korn schmeißen, wenn du Erfolge noch nicht erreicht hast, die du eingeplant hattest. Jeder Blog entwickelt sich anders. Es ist jedoch wichtig ein paar Kennzahlen und Entwicklungen im Auge zu behalten und nach einer Zeit Bilanz zu ziehen, damit man etwas ändern kann, falls sich kein Wachstum einstellt.

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, aufzugeben, darauf will Taplin sich nicht festlegen. Er selbst bevorzugt den optimistischen Weg und ist für Weitermachen – solange es einen Backup-Plan gibt, das Geld noch nicht alle ist und man noch Zeit für die wichtigen Dinge im Leben, wie die Familie, hat.

Alle News und Tipps rund um Blogs, findest du auf unserer Themenseite.

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6 Reaktionen
Stylestream

Ich denke auch, das es gerade die Geduld und Ausdauer ist, welche einen Blog erfolgreich macht. Klar ist es schwer, gerade in der Anfangszeit Beiträge für < 100 Besucher zu schreiben.

Aber jeder neue und weitere Blogeintrag erhöht die mögliche Reichweite des Blogs, entweder durch neue Keywords oder eben durch das Social Web und die Relevanz für einen jeden vernetzten dort.

Nima Ashoff

Ein interessanter Artikel. Nicht neu, aber auf den Punkt gebracht.
Bei den Zahlen bin ich jedoch vorsichtig: Zwischen 500 und 1000 Anmeldungen für den Newsletter lassen sich - je nach Nische - im ersten Jahr nicht unbedingt erreichen.
Ich bin jedenfalls noch weit davon entfernt und mache mit dem Bloggen trotzdem weiter! Einen Nischenblog aufzubauen, braucht halt seine Zeit. Da ist ein Jahr mal schnell vorüber ...

Stef

Die persönliche Motivation am Ball zu bleiben ist das schwierigste. Man stellt sich ständig die Frage ob man weiter macht oder aufgeben soll. Insofern braucht man irgendwelche Kennzahlen, ob es bergauf geht. Seien es nun Newsletter-Abonennten oder Klickzahlen oder was auch immer.

Stefan

Sehr schöner kurzer und motivierender Artikel.
Jetzt heißt es durchhalten.
Ich merke aber auch jetzt schon nach 4 Monaten, das es jeden Monat aufwärts geht. Man muss nur dran bleiben.
Sagen ja auch viele Blogger-Urgesteine, Durchhaltevermögen ist sehr wichtig.

Danke für den Artikel
Schöne Grüße
Stefan

Christian Gera

Schön und gut. Sehr ehrlicher Artikel. Aber 500 bis 1000 Newsletter Abonnenten hätten manche Blogs gerne. Ich blogge nun schon seit 4 Jahren recht erfolgreich & dieser Punkt irritiert mich schon sehr. Ebenso wie die "Aussagen" von "Erfolgsbloggern", die nun nur noch "scheinbar" aus einer Hängematte heraus schreiben, weil sie so viele Ebooks verkauft haben (angeblich)- by the way: Erfolgsblogger bloggen täglich mehrere Stunden & sind mit Herzblut auch nach Erfolg weiter dabei ...kleiner Rat: Seinen Blog immer kritisch betrachten, ganz viel an der Entwicklung, an sich, seinem Können kleinschrittig (!) arbeiten & nicht zu früh abheben. Das ist dann ein ehrliches, "solides Grundrauschen" - welches zumeist Jahre dauert. Liebe Grüße aus Bochum, Christian Gera

Oliver

Sehr guter Artikel. Relativ kurz aber informativ.

Ich habe auch schon häufiger Blogs verfolgt, wo aber nach knapp 10 Artikeln nichts mehr Neues kam, was ich sehr schade finde.

-Grüße,
Oliver :)

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