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Delivery Hero: Der kuriose Aufstieg des Berliner Liefer-Startups

Das Büro von Delivery Hero in Berlin. (Foto: dpa)

Anfangs tippten die Gründer die Speisekarten noch händisch in ihre App ein, heute ist Delivery Hero ein globales Liefer-Imperium mit Börsennotierung . Ein Aufstieg nicht ohne Kuriositäten.

Die Geschichte von Delivery Hero im Überblick

  • 2008: Weil Niklas Östberg als Unternehmensberater arbeitete und keine Kochkünste besaß, bestellte sich der Schwede das Essen gerne nach Hause. „Aber ich wollte nicht immer im Restaurant anrufen und alles erklären. Ich wollte in Ruhe mein Essen bestellen“, sagte er mal dem Tagesspiegel. Also gründete Östberg den Lieferdienst onlinepizza.se, den Vorläufer von Lieferheld.
  • November 2010: In Berlin trifft Niklas Östberg auf Nikita Fahrenholz, Claude Ritter und Fabian Siegel und gründet unter dem Dach des Berliner Inkubators Team Europe das Startup „Lieferheld“ – einen der ersten deutschen Online-Lieferdienste. Investoren wie Holtzbrinck Ventures geben eine Million Euro Startkapital.

Startschuss für Delivery Hero

  • Mai 2011: Delivery Hero wird offiziell unter dem Dach des Berliner Company-Builders Team Europe gegründet. Ziel ist es, ein globales Liefernetzwerk mit einem Umsatz von 100 Millionen Euro aufzubauen. Angeblich werden die Speisekarten der Restaurants zu Beginn und mit Hilfe von Studenten noch selbst eingescannt und händisch in die App eingetippt.
  • November 2011: Es gibt erste Finanzierungen für Delivery Hero und Lieferheld. Insgesamt acht Millionen Euro steuern Kite-Ventures, Point Nine Capital und der lettische VC Ru-Net bei.
  • Februar 2012: Mit Lieferheld erfolgt die erste Übernahme in der noch jungen Geschichte von Delivery Hero. Das Unternehmen gliedert Lieferheld als vollwertige Tochtergesellschaft in seine Gruppe ein. Zuvor bestand nur eine lose Verbindung.
  • Februar 2012: Die Delivery-Hero-Tochter Lieferheld steigt zum Marktführer in Deutschland auf. Nach eigenen Angaben sind bereits 5.200 Restaurants aus 700 deutschen Städten in der App vertreten. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 250 Mitarbeiter bei Delivery Hero beschäftigt.

Der Expansionsrausch beginnt

Schnell arbeiteten Hunderte Mitarbeiter für Delivery Hero. (Foto: dpa)
  • April 2012: Die Expansionspläne sorgen bei Delivery Hero schnell für großen Kapitalbedarf. Nicht weniger als 25 Millionen Euro schießen die Altgesellschafter um Team Europe, Holtzbrinck Ventures und Tengelmann nach.
  • April 2012: Einen zweistelligen Millionenbetrag in bar aus der Finanzierungsrunde steckt Delivery Hero direkt in die Übernahme der Onlinepizza-Gruppe, zu der unter anderem (onlinepizza.se) in Schweden, Pizzaonline (www.pizzaonline.fi) in Finland und Pizzaportal (www.pizzaportal.pl) in Polen gehören.

Razzia bei Delivery-Hero-Tochter

  • April 2012: Der Liefermarkt in und außerhalb Deutschlands ist hart umkämpft. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die vier Geschäftsführer der Delivery-Hero-Tochter Lieferheld wegen des Verdachts auf Computersabotage. Angeblich soll das Unternehmen mittels Internetattacken seinen Konkurrenten Lieferando für dessen Kunden unerreichbar gemacht haben. Beamte des Landeskriminalamts durchsuchen die Büroräume von Lieferheld in Berlin.
  • April 2012: Lieferheld selbst streitet die Vorwürfe vehement ab. Inzwischen deutet vieles auf eine gezielte PR-Kampagne durch Lieferando hin. Später stellt die Staatsanwaltschaft Berlin alle weiteren Ermittlungen ohne Ergebnis ein.
  • August 2012: 40 Millionen Euro bekommt Delivery Hero von Kreos Capital und anderen Altinvestoren. Das Gesamtvolumen der Investitionen liegt zu diesem Zeitpunkt schon bei 80 Millionen Euro.
  • November 2012: Auch den russischen Markt hat Delivery Hero im Visier. Der Start gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet. Die Eigenmarke Delivero wird eingestellt und man setzt stattdessen auf eine Kooperation mit dem Wettbewerber Foodik.
  • Dezember 2012: Wieder gibt es Ärger für die Lieferheld-Macher. Die Berliner Staatsanwaltschaft erlässt Strafbefehl wegen des „gemeinschaftlich begangenen Vergehens der gewerbsmäßigen unbefugten Verwertung einer Datenbank“. Die Gründer der Delivery-Hero-Tochter sollen im Oktober und November 2010 mehrere Restaurant-Datensätze vom Wettbewerber Pizza.de kopiert haben. Die Gesamthöhe der Geldstrafen soll sich auf 58.050 Euro belaufen.

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