Fundstück

Daran erkennst du, ob du ein richtiger Designer bist

Woran erkennst du einen echten Designer? (Grafik: vladwel / Adobe Stock)

Designer Craig Oldham erklärt mit einer Prise Humor im Creative Bloq, woran ihr erkennt, ob ihr echte Designer seid. Heutzutage, wo jeder gestalten kann, ist das vielleicht nützlich.

Wir leben in einem freien Land. Jeder darf sich nennen, wie er will. Ausnahmen gibt es nur wenige. So ist es jedenfalls kein Problem, sich als Designer zu bezeichnen. Bedeutet das dann, dass ihr tatsächlich Designer seid, bloß weil ihr euch so bezeichnet?

Vielleicht quält euch sogar das Hochstapler-Syndrom, diese Ansammlung massiver Selbstzweifel hinsichtlich der eigenen Fähigkeiten, Leistungen und Erfolge. Was, wenn ihr gar keine echten Designer seid? Es hat nur noch keiner gemerkt …

Lasst euch von Craig Oldham beruhigen. Der hat nämlich fünf Merkmale ausgemacht, an denen zweifelsfrei zu erkennen sein soll, ob einer sich nur Designer nennt oder tatsächlich einer ist. Schauen wir mal drüber, behalten dabei aber stets im Auge, dass Craig Humor hat.

Merkmal 1: Ihr sammelt seltsame Dinge

Wenn ihr tschechische Glasvasen im Regal habt, ohne Tscheche zu sein oder tschechische Glasvasen zu verkaufen, kann das auf eine spezifische Seltsamkeit hindeuten, die das Kreative in euch nach außen manifestiert. Ebenso verhält es sich mit uralten Filmplakaten oder Landkarten aus dem achtzehnten Jahrhundert. Craig ist sicher: Der Designer an sich sammelt wie verrückt nutzloses Zeug und glaubt dabei stets daran, dass es ihm irgendwann noch gute Dienste leisten wird.

Merkmal 2: Ihr besitzt eine Kombination dieser Dinge

Wenn ihr mehr als ein schwarzes T-Shirt oder Jeanshosen besitzt, die mehr als 70 Euro kosten, kann das ein Indiz sein. Gleiches gilt für einen coolen Kaffeekocher, eine hippe Kamera, Chucks von Converse und anderen, hölzerne Schriftarten, einen Moleskine, ein Fahrrad und einige Dinge mehr.

Merkmal 3: Ihr seht seltsame Dinge

Ihr erkennt Gesichter in Objekten, wo sonst keiner welche sieht. Ihr bemerkt verrückte Wandmalereien oder erkennt Buchstaben, wo andere bloß einen Haufen Müll sehen. Das ist Teil der Designer-DNA. Dinge sehen, die sonst keiner sieht, bringt Inspiration und andere Perspektiven.

Hängt sowas an der Wand? Ich frag ja nur... (Grafik: Shutterstock)

Hängt sowas an der Wand? (Grafik: Shutterstock)

Merkmal 4: Ihr bewertet gerne

Kaum seht ihr ein neues oder verändertes Design, ein neues Produkt oder einen Relaunch, springen euch die Urteile aus den Fingern in die Tasten? Das sieht Craig als einen zwar weniger schönen, aber durchaus manifesten Wesenszug an. Echte Designer mit Erfahrung haben sogar manchmal Recht mit dem, was sie schreiben. Letzteres ist aber keine Voraussetzung für das Abgeben von Beurteilungen zu allem und jedem.

Merkmal 5: Euer Arbeitsergebnis ist euch nicht egal

Der echte Designer will stets die beste Arbeit abliefern, die unter den gegebenen Umständen möglich ist. Das gilt selbst nach der 31. Entwurfsversion noch oder wenn der Kunde immer noch keinen Content geliefert oder seine Rechnung bezahlt hat. Der echte Designer zieht seine Motivation aus dem Tun an sich.

Und, habt ihr euch wiedererkannt? Wenn ja, dann könnte es sein, dass ihr echte Designer seid. Eine Garantie gibt euch Craig aber nicht …

Passend dazu: „Designer sind nur eine Übergangserscheinung im 20. und 21. Jahrhundert“

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