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Der typische Gründer: Männlicher Akademiker, 56-Stunden-Woche und FDP-affin – laut einer Studie

Das ist der durchschnittliche Gründer. (Bild: Yulia Grigoryeva / Shutterstock)

Es klingt wie ein Klischee, was der Deutsche Startup-Monitor über den typischen Gründer ermittelt hat. Doch die Vermessung der Startup-Szene hat auch ein paar Überraschungen parat.

Der Deutsche Startup-Monitor (kostenloses PDF per Download) ist eine breit angelegte Umfrage in der deutschen Gründerszene, die von der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführt wird. 1.550 Startups haben daran in diesem Jahr teilgenommen, sodass die Studie als guter Indikator für Strömungen und Entwicklungen in der Startup-Szene gesehen werden kann, auch wenn die Untersuchung aufgrund der fehlenden Klarheit über die Grundgesamtheit (und damit die Gewichtung der Stichprobe) nicht repräsentativ ist.

Besonders bemerkenswert sind die Ergebnisse, die die einzelnen Gründer betreffen: 81 Prozent der Gründer haben einen akademischen Abschluss, noch immer sind 85 Prozent der befragten Gründer männlich und der Anteil der Frauen nimmst nur langsam zu. Ein großer Anteil der Gründungen erfolgt im Bereich der IT- und Telekommunikations- sowie Kommunikationstechnologien (31,6 Prozent), dahinter folgen mit weitem Abstand Nahrungsmittel und Konsumgüter (9,7 Prozent) sowie Medizin und Healthcare (8,5 Prozent). Immerhin 23,8 Prozent gründen mit einer SaaS-Anwendung, während 14 Prozent Software entwickeln.

Jeder 2. Gründer ist mit seinem Leben voll zufrieden

Der durchschnittliche Gründer – zumindest nach dieser Umfrage – arbeitet im Wochendurchschnitt 56 Stunden und ist dennoch aufgrund der Selbstbestimmtheit mit seinem Arbeitsumfeld zufrieden. Im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung mit 32 Prozent geben hier 49 Prozent an, mit ihrem Leben voll zufrieden zu sein. Schwierig ist die Situation beim Geld: 80 Prozent gründen mit eigenen Ersparnissen, bei 35 Prozent ist (Überschneidungen möglich) der Staat ein weiterer Geldgeber, Familie und Freunde tragen in 31 Prozent der Fälle finanziell bei. Venture Capital spielt dagegen nur für 15 Prozent der Gründer ein Thema.

Wenig überraschend und auch nicht ganz neu ist, dass die Unternehmen sich schwer tun mit der Suche nach bestimmten Fachkräften. 75 Prozent gaben an, dass sie Schwierigkeiten haben, Programmierer einzustellen und immerhin 60 Prozent finden es schwierig oder sehr schwierig, IT-Administratoren zu finden. Im Schnitt haben die Startups der Befragten zwölf Mitarbeiter, wobei der Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern groß ist: Gerade in Ballungsräumen wie München oder Berlin besteht Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften (im Schnitt fünf freie Stellen), anderswo sind es im bundesweiten Durchschnitt drei offene Jobs. Bemerkenswert ist auch, dass inzwischen NRW mit 19 Prozent die meisten Startups beherbergt und Berlin von Platz 1 verdrängt hat – wobei es hier nicht den einen Startup-Hotspot gibt.

Der typische Gründer ist Mitte 30 und steht auf die FDP

Im Schnitt ist der Gründer 35,2 Jahre alt, in 40 Prozent der Fälle hat er Kinder, politisch steht er vor allem der FDP nahe – rund 38 Prozent würden die FDP wählen, 22 Prozent die Grünen, 20 Prozent die CDU/CSU. Überhaupt sind Gründer eher der Green Economy zugetan, auch wenn sich das in der politischen Präferenz nicht immer niederschlägt: Ein Drittel gibt an, dass die eigenen Produkte einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur kontrollierten Ressourcennutzung beitragen. Bemerkenswert auch: Die hier befragten Gründer trauen vor allem Christian Lindner (FDP) Gründerkompetenzen zu.

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