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Deutliches Wachstum: Teamviewer legt starkes Jahr 2019 hin

(Foto: Shutterstock)

Das Göppinger Softwareunternehmen Teamviewer teilt für das Gesamtjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 41 Prozent auf rund 325 Millionen Euro mit. Allein im vierten Quartal konnten rund 101 Millionen Euro abgerechnet werden.

Für Teamviewer, dem Unternehmen mit dem größten IT-Börsengang seit fast 20 Jahren, läuft es offenbar weiterhin rund. So konnte das Softwareunternehmen im vergangenen Jahr die Zahl seiner zahlenden Abonnenten von 271.000 auf 467.000 steigern. Mit einem 2019er Gesamtumsatz von rund 325 Millionen Euro übertrifft es die eigene Prognose, die Umsätze zwischen 215 und 320 Millionen Euro vorhergesagt hatte. Das meldet Teamviewer am heutigen Montag.

Dabei stieg der Jahresumsatz des Unternehmens in Nord- und Südamerika (AMS-Region) um 59 Prozent, während die sogenannten EMEA-Ländern (Europa, Naher Osten Afrika) ein Wachstum von 34 und der asiatisch-pazifische Raum (APAC-Region) eines von 32 Prozent zeigten. Allerdings hatte sich das Wachstum im vierten Quartal verlangsamt, nachdem im dritten Quartal noch eine Umsatzsteigerung von 63 Prozent erzielt werden konnte.

Dennoch repräsentiert das vierte Quartal 2019 mit einem Umsatz von 101 Millionen Euro eine Steigerung zum Vorjahresquartal um 35 Prozent. Das zu prüfende Jahresergebnis will Teamviewer am 10. Februar 2020 vorlegen. Alle bisherigen Werte sind vorläufig und als Prognose zu verstehen.

Vorsicht bei der Zahleninterpretation

Gewisse Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen ist geboten, weil Teamviewer seine Umsätze als sogenannte Billings bezeichnet, was keiner IFRS- oder HGB-konformen Nomenklatur folgt. Insofern kann der Wert nicht zur stichhaltigen Beurteilung der Unternehmensleistung nach allgemein anerkannten Standards herangezogen werden.

In anderen Medien wird teils berichtet, der Begriff Billings würde die ausgestellten und bezahlten Rechnungen des Unternehmens repräsentieren. Dem ist nicht zuzustimmen. Vielmehr sind Billings nach Teamviewer-Angaben jene Umsatzerlöse, die um die erfolgswirksame Veränderung der abgegrenzten Umsatzerlöse angepasst wurden. Die Zahlung der ausgestellten Rechnung durch den Kunden ist dafür nicht Voraussetzung.

Teamviewer macht Eigner Freude

Für die Eigner des Softwareunternehmens, allen voran den britischen Finanzinvestor Permira ist Teamviewer eine Erfolgsgeschichte. Permira hält immer noch 62,5 Prozent des inzwischen mit rund 6,4 Milliarden Euro bewerteten Unternehmens, hatte Teamviewer aber 2014 für lediglich 870 Millionen Euro gekauft.

Im September 2019 hatte Teamviewer mit einem Emissionsvolumen von gut 2,2 Milliarden Euro den größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase hingelegt.

Die Zeichner dieses Börsengangs konnten indes noch nicht nennenswert von ihrem Invest profitieren. Der Aktienwert pendelt um den Ausgabekurs und befindet sich nach der Bekanntgabe dieser Zahlen nur ganz leicht im Plus.

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