Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Deutsche Bahn auf Facebook: Hintergründe zur neuen Fanpage

Die Bahn startet morgen mit zwei neuen Auftritten auf Facebook. Einer dreht sich ausschließlich um die Konzernbelange, ein weiterer ist für die meisten User von Interesse: Denn auf dieser Facebook Page geht es dann um die Produkte der Bahn. Aus der medial alles andere als erfolgreich verlaufenen letztjährigen Chefticket-Aktion wollen die Initiatoren der neuen Facebook-Präsenz viel gelernt haben. Vertreter des Unternehmens stellten die neue Social Media-Strategie im Zuge eines Treffens mit Bloggern und Medienvertretern am heutigen Mittwoch in Berlin vor.

Nicht schlecht: Die Deutsche Bahn bietet sogar einen Verkehrsmittelvergleich an (Screenshot DB Bahn)

Deutsche Bahn auf Facebook will mehr als nur Billig-Tickets verkaufen

Morgen früh um Punkt 6 Uhr geht sie online, die erste echte Fanpage der Deutschen Bahn. Die Organisatoren des Projekts haben den Anspruch eine Seite aufzuziehen, die den Kunden der Bahn einen Mehrwert bietet. Neben der Möglichkeit sich bei dem zwölfköpfigen Team über Belange der Bahn zu informieren und seinen Unmut kund zu tun oder zu loben, werden zum Start auch einige Apps vorhanden sein. Beispielsweise wird es einen Verkehrsmittelvergleich geben, wie man ihn bereits auf den Seiten der Bahn findet. Zu Weihnachten ist eine „Wichtelaktion“ geplant, um etwas mehr Verkehr auf die Fanpage zu bringen.

Während sich der Twitter-Kanal der Bahn bereits seit einigen Monaten etabliert hat und positiv angenommen wird, hatte es sich das Social-Media-Team der Bahn zur Aufgabe gemacht, einen Neuanfang auf Facebook zu starten. Die Chefticket-Kampagne im vergangenen Jahr wurde von Nutzern und Medien mächtig kritisiert. Ein Grund dafür lag darin, dass die Facebook-Seite zur Aktion von einer externen Agentur gepflegt wurde und im Grunde nur auf den Verkauf ausgelegt war. Zusätzlich hagelte es Kritik von Suttgart 21-Gegnern. Interesse an einem Dialog bestand von Seiten der Bahn damals allem Anschein nach nicht. Dies soll sich ab morgen ändern. Der Dialog mit den Kunden wird gesucht und ist gewollt. Darüber hinaus wird darauf Wert gelegt, eine Community aufzubauen, die sich gegenseitig in vielen Belangen unter die Arme greift. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass die Kunden allein gelassen werden, wenn sie dringende Fragen haben.

Ein 224 Seiten starkes Handbuch soll den Social Media Managern der Deutschen Bahn durch Twitter und Facebook helfen

Deutsche Bahn: Social Media Manager auf Facebook auch auf Shitstorm eingestellt

Dass die Bahn kurz vor den anstehenden Fahrpreiserhöhungen, Weinachtsrummel und eventuellen Witterungsausfällen den Weg geht, sei bewusst gewählt, so Mitinitiator Daniel Backhaus. Der Sprung in die Facebook-Sphäre zu dem jetzigen Zeitpunkt gleiche zwar einem Sprung ins kalte Wasser, doch man gewöhne sich rasch daran. Auf Twitter sei nach bereits vier Tagen der Alltag eingekehrt, dies erhofft man sich auch auf Facebook. Auch einem Shitstorm fühle man sich gewachsen und würde ihn überstehen, hieß es heute bei einer Informationsveranstaltung der Bahn in Berlin.

Von den kommentierenden Facebook-Nutzern wird erwartet, dass sie die Netiquette einhalten. Falls die User sich nicht daran halten, würde man allerdings nur im äußersten Falle einen Kommentar löschen. Das zwölfköpfige Team steht ab morgen unter der Woche täglich von morgens 6 Uhr bis um 22 Uhr sowie am Wochenende zwischen 10 Uhr und 22 Uhr für alle Belange der Bahn-Services zur Verfügung.

Weiterführende Links:

 

 

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

9 Reaktionen
Christian Buggisch

Ein paar Hintergründe habe ich jetzt mal bei mir im Blog zusammengetragen und nachgefragt, welche Ziele die Bahn genau verfolgt, wer wie beteiligt war, was man aus der Chefticket-Aktion gelernt hat und ob Social Media wirklich so kompliziert ist, dass man dafür so ein dickes Handbuch braucht ;-) Vom Chefticket zum Kundendienst – die Bahn auf Facebook

Ingo

Der Verkehrsmittelvergleich ist nicht der, den man bereits auf den Seiten der Bahn findet. Man kann dort zusätzlich Facebook-Freunde als Zielort auswählen, wenn diese ihren Wohnort im Profil eingetragen haben. Sieht man auch auf Eurem Screenshot ;-)

Falk Hedemann

@Torsten: Da steht ja auch „medial alles andere als erfolgreich“ - dass die Aktion ihr eigentliches Ziel erreicht hat, wird ja nicht bestritten ;-)

mahrko

Der gute Mann heißt Daniel - nicht David. :-)

Schön wär ja, wenn die Twitterzeiten in diesem Zuge (haha) auch mit ausgebaut werden auf 22 Uhr und WE :-)

Torsten

Was heißt "alles andere als erfolgreich"? Kein anderes deutsches Unternehmen hat bis dahin jemals in so kurzer Zeit so viel Umsatz via Facebook gemacht. Die Aktion war durchaus sehr erfolgreich, denn das eigentliche Ziel, der Abverkauf der Cheftickets, wurde eindeutig erreicht.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst