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Per Ride-Sharing zu den Öffentlichen: Deutsche Bahn testet neues Verkehrskonzept

Ioki: Per Sammeltaxi zur nächsten Haltestelle – oder von der Haltestelle nach Hause. (Foto: Deutsche Bahn)

Die Deutsche Bahn will Ride-Sharing-Dienste zu einem Teil des Nahverkehrs machen. In Hamburg startet jetzt der erste Testlauf des Konzepts.

In Teilen Hamburgs können sich Passagiere bald von einem Sammeltaxi zur nächsten Nahverkehrshaltestelle kutschieren lassen. Das Angebot ist eine Kooperation der Bahn-Tochter Ioki und dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Den Kern bilden Sammeltaxis, die Passagiere über eine App ordern können. Anschließend fahren die Elektroautos sie zur nächsten Haltestelle. Der Clou: Die Mitfahrt ist mit allen Zeit- und Einzelfahrkarten des HVV möglich. Zusätzliche Kosten fallen nicht an.

Per Algorithmus werden ähnliche Routen automatisch zu Fahrgemeinschaften zusammengefasst. Als Fahrzeuge dienen Elektroautos des britischen Automobilbauers LEVC, der vor allem für die Herstellung der ikonischen Londoner Taxis bekannt ist. Von denen unterscheiden sich die Fahrzeuge der Ioki-Flotte lediglich farblich. In der Startphase sind die Sammeltaxis in den Stadtteilen Lurup und Osdorf von montags bis freitags in den Zeiten von vier Uhr morgens bis ein Uhr nachts unterwegs. Ab dem 8. August 2018 sollen sie dann rund um die Uhr im Einsatzgebiet abrufbar sein.

„Der Nahverkehr kommt jetzt auf Wunsch bis vor die Haustür“

Innerhalb des Einsatzgebiets können sich Passagiere von zu Hause zu einer Haltestelle fahren lassen oder sich von einer Haltestelle nach Hause kutschieren lassen. Die Fahrzeuge sollen auch rollstuhlgerecht sein. Außerdem ist auch die Mitnahme eines Kinderwagens möglich. „Das Shuttle bietet einen komfortablen Anschluss an den bestehenden öffentlichen Nahverkehr. So wird die Fahrt mit dem eigenen Auto überflüssig“, erklärt Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Der Ride-Sharing-Dienst ist nur ein Teil einer 2017 geschlossenen Vereinbarung zwischen der Deutschen Bahn und der Hansestadt Hamburg. Ziel ist die Umsetzung weiterer Smart-City-Konzepte. Dazu gehört unter anderem auch der Aufbau von intelligenten Schließfächern an 50 Bahnhöfen in der Stadt. Dort sollen Kunden dann online bestellte Waren abholen können.

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