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Die Deutsche Bahn will uns nie mehr an roten Ampeln warten lassen

(Foto: © Jamrooferpix - stock.adobe.com)

Die Deutsche Bahn hat sich an einem US-Startup beteiligt, das Ampeln auf kluge Weise mit Fahrzeugen vernetzt. Lästige Rotphasen sollen damit der Vergangenheit angehören.

Wenn in einigen Jahren der Verkehr überwiegend durch selbstfahrende Autos bestimmt wird, müssen auch Ampeln mit dem technischen Fortschritt mithalten. Erst durch eine intelligente Vernetzung können beispielsweise Unfälle verhindert werden.

Dies hat nun offenbar auch die Deutsche Bahn erkannt und sich am US-Startup Connected Signals für smarte Ampelsteuerungen beteiligt. Auf Nachfrage von t3n.de äußerte sich die Bahn zur genauen Höhe der Investitionssumme nicht. Bislang hat Connected Signals aber rund eine Million US-Dollar Risikokapital eingeworben.

Startup sorgt für Grüne Wellen an Ampeln

Das 2011 gegründete Unternehmen aus Oregon zeigt auf Basis von Sensorendaten in aktuellen Fahrzeugmodellen die Dauer der jeweiligen Ampelphasen an. Dies ermöglicht eine vorausschauende Fahrweise entlang der „Grüne Welle“. Wartezeiten an roten Ampeln sollen somit reduziert und dadurch Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Für den Betrieb autonomer Fahrzeuge sind diese Informationen wichtig, um sichere und unterbrechungsfreie Fahrten von A nach B zu gewährleisten. Einige Autohersteller sollen die Technik nach Angaben der Bahn bereits nutzen.

Die Technik von Connected Signals will die Deutsche Bahn unter anderem für seine autonomen Bus-Shuttles nutzen. (Foto: Deutsche Bahn)

„Wir wollen als Deutsche Bahn mit digitalen Lösungen wie der von Connected Signals die Entwicklung von Smart Cities vorantreiben. Das Unternehmen nutzt Echtzeit-Verkehrsdaten und künstliche Intelligenz, um Fahrzeuge und städtische Infrastruktur zu vernetzen. Dadurch können Verkehrsflüsse intelligent gesteuert, Staus vermieden und die Unfallgefahr gesenkt werden“, lässt sich Boris Kühn, Geschäftsführer der DB Digital Ventures, zitieren. Der Konzern verspricht sich von dem Investment auch neue Anwendungsmöglichkeiten für seine autonomen Shuttles, die Kunden in Ergänzung zur Bahn in den Städten der Zukunft angeboten werden sollen.

Geld stammt aus neuem Beteiligungsfonds

Die Beteiligung an Connected Signals ist Teil der erst kürzlich von Bahnchef Richard Lutz vorgestellten Digitalisierungsoffensive. Mit DB Digital Ventures hat der Konzern erst im November einen neuen Geldtopf für Startups bereitgestellt.

Bis 2019 sollen nach Angaben der Deutschen Bahn rund 100 Millionen Euro Wagniskapital in die Zusammenarbeit mit Startups und Joint Ventures fließen. Bei Connected Signals handelt es sich um die erste Beteiligung der Bahn in den USA.

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