Interview

Wie die Deutsche Bahn vom Berliner Startup Holoplot profitieren kann

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t3n.de: In welche Richtungen ließe sich euer System erweitern?

Zukünftig werden wir auch Tracking-Technologien einbinden können. Zum Beispiel lässt sich dann eine Gruppe über ein Kamerasystem markieren und gezielt beschallen. Auch könnten Personen anhand ihres Smartphones identifiziert werden, sofern sie das wollen.

t3n.de: In welchem Bereich lässt sich euer Produkt noch verbessern?

Was uns momentan noch ein wenig fehlt, sind praktische Lösungen. Das System sollte zum Beispiel schnell auf- und abgebaut werden können und sich gut aufhängen lassen. Hier arbeiten wir an einer Lösung. Auch im Softwarebereich wird sich noch einiges tun. Unser Produkt besteht ja zum großen Teil aus Software.

t3n.de: Wer ist neben der Bahn eure Zielgruppe?

Alle Einsätze, bei denen Akustik eine Herausforderung ist, und das sind die meisten! Viele Veranstalter haben Probleme mit Sprachverständlichkeit. Auf Konferenzen zum Beispiel muss es Ziel sein, dass auch die hinteren Ränge noch gut verstehen, was vorne gesagt wird. Und zwar ohne dass man alle fünf Meter einen Lautsprecher aufstellen muss. Wir können dafür sorgen, dass alle Anwesenden gleich laut und gleich gut beschallt werden, weil wir auf Entfernung so gut wie keinen Lautstärkeverlust haben. Grundsätzlich ist unser Hauptsegment der Veranstaltungsmarkt. Wir sind gerade dabei, uns hier einen ersten Kundenstamm aufzubauen.

t3n.de: Gibt es schon Orte, an denen euer System eingebaut ist?

Derzeit noch nicht, aber wir arbeiten daran, dass sich das dieses Jahr ändert. Aktuell konzentrieren wir uns auf Pilotinstallationen bei Kunden.

t3n.de: Habt Ihr Angst, dass große Player im Audiobereich euch das Geschäft streitig machen könnten?

Wir haben keine direkte Angst, dass morgen jemand mit einem ähnlichen Produkt auf dem Markt steht. Oft prüfen die Großen ja erst einmal, ob der Markt die neue Technologie annimmt. Falls ja, greifen sie ein. Von Vorteil ist sicher für uns, dass es sich bei unserem Audiosystem um ein sehr komplexes Produkt handelt. Das kann man nicht mal eben nachbauen, wie es manchmal mit einer App funktionieren würde. Selbst eine große Firma bräuchte dafür ordentlich Zeit und Ressourcen. Zudem haben wir auch mehrere Patente angemeldet.

t3n.de: Wann könnte man eure Technologie im privaten Wohnzimmer nutzen?

Das wird noch dauern. Aber sicherlich kann das System früher oder später auf ein Konsumentenprodukt herunterskaliert werden.

t3n.de: Vielen Dank für das Gespräch.

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