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Deutsche Fintechs sammeln eine Milliarde Euro in 365 Tagen ein

Vorzeige-Startup N26 mit Rekord-Deal 2018. (Foto: dpa)

Deutsche Fintechs haben im vergangenen Jahr Rekordinvestitionen verbuchen können. Unter dem Strich standen 2018 erstmals Venture-Capital-Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro.

Fintechs, also Firmen, die digitale Finanzinnovationen anbieten, standen im vergangenen Jahr besonders im Visier von Venture-Capital-Gebern. Zahlen der Beratungsfirma Barkow Consulting zufolge konnte bei den Investitionen erstmals die Marke von einer Milliarde Euro durchbrochen werden. Nach zuletzt abgeschwächtem Wachstum verbuchten die Fintechs gegenüber 2017 ein Wachstum von 55 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Investitionen in Fintechs: Volumen stieg, Zahl der Deals ging zurück

Dennoch scheint das Marktumfeld insgesamt weiterhin zäh zu sein. Die Zahl der Deals ging um zehn Prozent auf 127 zurück. Auch das Verhältnis von VC-Deals zur Zahl der Fintech-Startups sank – von 20 Prozent 2017 auf 16 Prozent im vergangenen Jahr. Insgesamt machen die Venture-Capital-Investitionen in den Finanzsektor 29 Prozent der gesamten Investitionen in die deutsche Startup-Branche aus.

Das größte Investment verbuchte N26 für sich. Das deutsche Vorzeige-Fintech sammelte im Frühjahr in einer Finanzierungsrunde 130 Millionen Euro ein – Rekord für die deutsche Fintech-Branche. Das wahrscheinlich zweitwertvollste deutsche Fintech-Startup, Deposit Solutions, konnte im vergangenen Jahr 100 Millionen US-Dollar einnehmen. Deposit Solutions ist das Startup hinter Zinspilot und Savedo.

Insgesamt waren die Venture-Capital-Geber vor allem im Schlussquartal 2018 aktiv. In den letzten drei Monaten des Jahres wurden 353 Millionen Euro investiert. Das entspricht einer glatten Verdopplung der Investitionssumme gegenüber dem vierten Quartal 2017. 13 Finanzierungsrunden überschritten dabei das Volumen von zehn Millionen Euro. Zu den höchstdotierten Fintechs gehörten Tado, Finleap und Navvis.

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