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Goodbye Deutschland! Diese Gründer haben ihr Glück im Ausland gefunden

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Bastian Lehmann von Postmates

Postmates-Gründer Bastian Lehmann in seinem Office in San Francisco. (Foto: Postmates)

Postmates-Gründer Bastian Lehmann in seinem Office in San Francisco. (Foto: Postmates)

„Ich habe immer das Gefühl, in Deutschland geht gar nichts“, antwortete Bastian Lehmann gegenüber Gründerszene auf die Frage, warum er Gründern das Silicon Valley nahelegt. Der ursprünglich aus Rheda-Wiedenbrück bei Gütersloh stammende Postmates-Gründer hat innerhalb weniger Jahre eines der erfolgreichsten Liefer-Startups der USA aufgebaut. Kuriere holen Waren beim Laden in der Stadt ab und liefern sie innerhalb von ein bis zwei Stunden nach der Bestellung zum Kunden.

278 Millionen US-Dollar sammelte Lehmann bislang für seine Idee ein. In die USA kam der heute 39-Jährige 2009, als er mit einer Idee für eine (später gescheiterte) Design-Plattform in ein Accelerator-Programm im Silicon Valley aufgenommen wurde. Dort lernte er auch seine Postmates-Mitgründer kennen.

Nora Abousteit von Kollabora

Kollabora-Gründerin Nora Abousteit. (Foto: noraabousteit.com)

Kollabora-Gründerin Nora Abousteit. (Foto: noraabousteit.com)

Wie man aus einem Hobby ein mit Millionenbeträgen finanziertes Startup machen kann, zeigt Nora Abousteit aus Offenburg. Die nach einem Job bei einem deutschen Großverlag nach New York übergesiedelte Deutsche griff unterwegs oder in der U-Bahn gerne zum Strickzeug. Um ihre Erfahrungen und Ideen mit Gleichgesinnten zu teilen, gründete sie 2011 die soziale Do-it-yourself-Plattform Kollabora. Die auf der Plattform von Experten und Nutzern geteilten Ideen werden über eine inkludierte Shop-Funktion monetarisiert. Nach einem Seed-Investment in Höhe von 580.000 US-Dollar konnte die heute 40-Jährige unter anderem die renommierte VC-Firma Khosla Ventures als Investor gewinnen.

Florian Leibert und Tobias Knaup von Mesosphere

Die Mesosphere-Gründer Florian Leibert und Tobias Knaup. (Foto: t3n)

Die Mesosphere-Gründer Florian Leibert und Tobias Knaup. (Foto: t3n)

Wenn man im Silicon Valley über deutsche Gründer spricht, fallen schnell die Namen Florian Leibert und Tobias Knaup. Die gebürtigen Schweinfurter haben mit Mesosphere eines der in Branchenkreisen begehrtesten Unternehmen gegründet und bereits Investoren wie Marc Andreessen an Land gezogen. Mesosphere versteht sich als eine Art Betriebssystem für Rechenzentren: Die Software automatisiert Betrieb und Wartung von Servern und sorgt somit für große Kosten- und Zeitersparnisse auf Seiten von Internetunternehmen wie Verizon oder Yelp. Die Idee entstand, als Leibert und Knaup bei Twitter ein ähnliches System entwickelten und es schließlich auf Open-Source-Basis ausgründeten. Ein Übernahmeangebot von Microsoft schlugen die deutschen Gründer übrigens schon aus.

Kai Brach von Offscreen

Ein-Mann-Magazin: Offscreen-Macher Kai Brach. (Foto: Offscreen(

Ein-Mann-Magazin: Offscreen-Macher Kai Brach. (Foto: Offscreen)

Dass es auch einige Nummern kleiner geht, beweist Kai Brach. Der ursprünglich aus Saarbrücken stammende Webdesigner hatte irgendwann genug vom Job und wollte „einfach Geschichten erzählen“, wie er dem Spiegel sagte. Mit Offscreen gründete er daraufhin eines der beliebtesten Indie-Magazine der Digitalbranche. Brach lebt und arbeitet heute in Australien, gedruckt wird das Heft aber in Berlin. Finanziell sichert der Gründer sein Projekt über mehrere Sponsoren ab, die Druck- und Produktionskosten des Hefts tragen. Sein eigenes Einkommen bestreitet er dann durch den Verkauf der Hefte, der zu 75 Prozent über die Website abgewickelt wird.

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