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Deutsche Startups: Das große Geld fast immer aus dem Ausland

Auto1-Gründer Christian Bertermann (l.) und Hakan Koç (r.). (Foto: Auto1)

1,7 Milliarden US-Dollar sollen 2018 in die zehn größten Finanzierungsrunden deutscher Startups geflossen sein – allerdings zum größten Teil von ausländischen Firmen. Das ist ein Problem.

Der Zugang zu Geldmitteln für deutsche Startups hat sich laut einer EY-Studie, die der FAZ vorliegt, im vergangenen Jahr weiter verbessert. Die zehn größten Kapitalrunden deutscher Jungunternehmen sollen 1,7 Milliarden Dollar eingebracht haben. Allerdings kommt der allergrößte Teil des Geldes den Studienmachern zufolge von ausländischen Investoren. Diese stammen vor allem aus anderen europäischen Ländern.

Fehlen deutscher Investoren beschäftigt Politik

Dass offenbar kaum deutsche Investoren bei hiesigen Startups einsteigen wollen – oder können –, beschäftigt auch die Politik. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier etwa soll sich laut FAZ in den vergangenen Monaten mehrfach mit den großen Versicherern getroffen. Diese verwalten Milliarden, wollen aber nichts riskieren, da es sich bei dem Geld um die Ersparnisse von Millionen Deutschen handele.

Die im Koalitionsvertrag angedachte Einrichtung eines großen nationalen Digitalfonds, wie ihn sich auch der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften wünscht, ist noch nicht absehbar. Kritiker wie der Startup-Beauftragte Danyal Bayaz von den Grünen werfen Altmaier vor, sich auf „Industriepolitik für große Dax-Unternehmen“ zu konzentrieren. Bayaz ist allerdings nicht für einen deutschen, sondern einen europäischen Venture-Capital-Fonds.

Klar ist, dass in Deutschland geringe Finanzspritzen in frühen Startup-Phasen kein großes Problem mehr sind – auch dank der staatlichen KfW-Bankengruppe. Geht es allerdings um Beträge im mittleren ein- oder gar zwei- oder dreistelligen Millionenbereich, werde es schwierig, wie die FAZ den Präsident des Deutschen Startup-Verbands Florian Nöll zitiert. Entsprechend stammen die mehreren Hundert Millionen Dollar, die Deutschlands Startup-Primus 2018 Auto1 einsammeln konnte, vom japanischen Softbank-Konzern.

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