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Deutsche Startups geben der Politik schlechte Noten

Deutsche Startups sind derzeit nicht gut auf die deutsche Politik zu sprechen. Die Mehrheit glaubt, dass nur wenige der im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ankündigungen umgesetzt werden.

Dorothee Bär hat kürzlich gezeigt, wie es gehen kann. Die Staatsministerin für Digitales hat für ihre Ankündigung, künftig zweimal jährlich ein „Innovation Council“ abzuhalten, viel Lob aus der Startup-Szene bekommen. Insgesamt scheinen junge Gründer derzeit aber nicht gut auf die deutsche Politik zu sprechen zu sein. Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge erhält der Koalitionsvertrag mit Blick auf die Startup-Politik nur die Note Vier.

Startups finden, der Politik fehle es an Startup-Verständnis

Die Gründer haben offenbar das Gefühl, „dass es die Politik nicht wirklich ernst meint mit der ,Startup-Nation Deutschland‘“, wie es in einer entsprechenden Mitteilung des Bitkom heißt. 86 Prozent der Befragten meinen der Umfrage nach, dass der Politik das Verständnis für die Probleme von Startups fehle. Knapp drei Viertel forderten, dass die Politik Startups möglichst große Freiräume ermöglichen und sich ansonsten raushalten solle.

„Innovative Tech-Startups leiden ganz besonders unter Überregulierung etwa in der Finanz- oder Gesundheitsbranche und übermäßig strenger Auslegung von Datenschutzvorgaben, die Entwicklungen im Bereich Datenanalyse und künstlicher Intelligenz gerade mit Blick auf Wettbewerber aus den USA oder China beeinträchtigen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Im Koalitionsvertrag seien zwar 25 Einzelmaßnahmen verzeichnet, die Startups in Deutschland helfen könnten. Zufrieden sind die Gründer damit aber nicht. 79 Prozent der befragten Startups gehen davon aus, dass höchstens wenige Maßnahmen tatsächlich umgesetzt würden.

„Das Vertrauen der Startups in die Politik schwindet. Es gibt nur ein Mittel, das zu ändern: Startup-Politik nicht nur aufschreiben, sondern machen“, erklärte Berg. Derzeit haben es Startups aufgrund des IT-Fachkräftemangels etwa besonders schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden. In Deutschland fehlen laut Bitkom 55.000 IT-Spezialisten. Sechs von zehn Startups in Deutschland haben dem Digitalverband zufolge offene Stellen, die sie gerne besetzen würden.

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