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Deutsche Telekom will 50 LTE-Funklöcher schließen

LTE-Standort. (Foto: Timofeev Vladimir / Shutterstock)

Die Deutsche Telekom hat angekündigt, 50 LTE-Funklöcher in Deutschland schließen zu wollen. Bei der Initiative zum Ausbau des Mobilfunknetzes sind die Kommunen gefragt.

Um das deutsche Mobilfunknetz ist es im weltweiten Vergleich nicht allzu gut bestellt. Im aktuellen Ranking (Juli 2019) des Dienstes Speedtest findet sich Deutschland in puncto schnelles mobiles Internet auf dem 42. Platz, hinter dem Libanon und nur knapp vor Mali. Bei der LTE-Netzabdeckung liegt Deutschland mit 65,5 Prozent ebenfalls bestenfalls im Mittelfeld. Größere Lücken gibt es vor allem in ländlichen Gebieten. Jetzt hat die Deutsche Telekom eine Initiative angekündigt, mit der 50 LTE-Funklöcher gestopft werden sollen.

LTE-Standorte: Engagement statt Marktwirtschaft

Die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ bewirbt die Telekom als neue Herangehensweise beim Ausbau des Mobilfunknetzes. Statt – wie bisher üblich – marktwirtschaftliche und funktechnische Erwägungen bei der Planung eines neuen LTE-Standorts entscheiden zu lassen, zählt jetzt das Engagement der Gemeinden. „Kommunen können durch die Aktion aktiver Partner in unserem Mobilfunkausbau werden“, sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland.

Laut Telekom können an der Initiative alle Kommunen teilnehmen, die auf ihrem Gebiet ein Funkloch haben. Neben einem entsprechenden Beschluss des Gemeinderats wird zudem ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast benötigt. Auch eine Stromversorgung wird vorausgesetzt. Darüber hinaus müssen die Gemeinden in dem Bewerberformular aber erklären, was die Gemeinde besonders macht. Schließlich sollen die Kommunen den „Mangel an wirtschaftlicher Attraktivität … durch Leidenschaft wettmachen“, wie es bei der Telekom heißt.

Die geplanten 50 Funklöcher sollen bis Ende 2020 geschlossen werden. In der Regel dauere es rund zwei Jahre, bis ein Mobilfunkstandort in Betrieb genommen werden könne, so der Konzern. Kommunen können sich noch bis 30. November 2019 für die Teilnahme an der Aktion bewerben. Zur Einordnung: In den Jahren 2019 und 2020 plant die Deutsche Telekom, insgesamt 4.000 neue Antennenstandorte aufzubauen.

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Ein Kommentar
Torsten der Zauberer
Torsten der Zauberer

Notwendig wären gefühlt 50k, aber wayne. Es scheitert eh bereits daran:

„Auch eine Stromversorgung wird vorausgesetzt.“

Denn die meisten Masten – Wenn man nicht von diesen schrecklichen und nutzlosen Container Lösungen ausgeht, die so z. B. in Brandenburg an Ortsrändern herumgeistern. – müssen dort errichtet werden, wo es alles gibt – nur keinen Strom oder gar Glasfaser.
Wenn ich zuhause, am AdW im Fulda Gap, bin, gibt es auch nur deswegen LTE (jetzt wieder nicht, weil Vodafone und Telekom ihre Auslastung nicht vernünftig planen können), weil dort dank (!) der ehemaligen innerdeutschen Grenze bis hoch zu den Bergspitzen noch Klingeldraht und Strom liegen.

Alle die nicht vom atomaren Erstschlag profitiert hätten, müssen das eben selber machen – und wer schon mal 1, 2 km in der Ebene durch Geröll einen Schacht ziehen durfte, geschweige die Kabelkosten… Nice joke, Telekom!

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