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Schlappe für die Telekom: Gericht erklärt Drosselung für unzulässig

Die Telekom darf nicht wie geplant die Surfgeschwindigkeit bei Pauschaltarifen einschränken. Das besagt eine Entscheidung des Kölner Landgerichts.

Telekom: Gericht sieht Drosselung von Flatrates als nicht rechtens an. (Logo: deutsche Telekom)

Telekom: Gericht sieht Drosselung von Flatrates als nicht rechtens an. (Grafik: Deutsche Telekom)

Das Gericht gab damit einer Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen statt. Das Urteil betrifft die Drosselung auf 384 Kilobit sowie die auf zwei Megabit pro Sekunde. Als Begründung hieß es, dass Kunden mit dem Begriff Flatrate eine gleichbleibende Geschwindigkeit assoziieren und nicht mit Einschränkungen rechnen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es ist wahrscheinlich, dass der Telekommunikationsgigant gegen die Entscheidung Berufung einlegen wird.

Deutsche Telekom: Mit Drosselung keine Freunde gemacht

Im Mai 2013 hatte die Telekom ihre Vertragbedingungen dahingehend geändert, dass der Konzern die DSL-Geschwindigkeit ihrer Festnetzkunden ab einem verbrauchten Datenvolumen von 75 Gigabyte drosseln darf. Diese Änderung sollte ab dem Jahr 2016 greifen. Die Telekom geriet daraufhin massiv in die Kritik und wurde im Internet als „Drosselkom“ verspottet.

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2 Kommentare
Marco Willi
Marco Willi

Wenn das für die Telekom bei Festnetz-Angeboten nicht zulässig ist, weshalb ist es dann bei Mobilfunkanbietern gang und gebe??

„Wo Flatrate draufsteht muss auch Flatrate drin sein“

Antworten

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