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Deutsche Telekom: T-Systems startet Abbau von 3.765 Stellen

T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. (Foto: dpa)

Im September startet bei der Telekom-Tochter T-Systems der lange geplante Stellenabbau. Insgesamt 3.765 Stellen will der Konzern im ersten Schritt bis Ende 2020 abbauen.

Der Telekommunikationsdienstleister ernannte zum Jahresbeginn 2018 Adel Al-Saleh als CEO von T-Systems. Seine Aufgabe war klar definiert: Er soll die seit Jahren defizitäre Telekom-Tochter wieder auf Spur bringen. Bereits im Juni 2018 verkündete der Chef von T-Systems, dass das Unternehmen einen weltweiten Abbau von 10.000 Stellen bis Ende 2020 plant. Derzeit beläuft sich die weltweite Belegschaft auf rund 37.000 Mitarbeiter, wovon 18.000 in Deutschland tätig sind.

Von den 6.000 in Deutschland zu streichenden Stellen sind nun die ersten 3.765 abschließend mit dem Betriebsrat verhandelt worden, und der Fahrplan für den Abbau steht. Reicht die damit verbundene Kostenersparnis nicht aus, will der Konzern weitere 1.200 Stellen zur Disposition stellen. Auch wenn dem US-amerikanischen Manager Al-Saleh der Ruf des harten Sanierers vorauseilt, soll der Abbau sozial verträglich vorgenommen werden. Bislang haben zudem schon einige Hundert Mitarbeiter gekündigt. In der Summe plant das Unternehmen daher den Abbau von 5.600 Stellen.

T-Systems erschließt mit effizienteren Prozessen neue Wachstumsfelder

Als Grund für die drastischen Sparmaßnahmen gelten der harte Preiskampf in der Branche und die bestehenden Überkapazitäten. In den kommenden Jahren will Al-Saleh den IT-Dienstleister zum Digitaldienstleiter umbauen und dabei für agilere Strukturen und effizientere Prozesse sorgen. Dabei soll mindestens die Hälfte der eingesparten Kosten in Cloud-Dienstleistungen, das Internet der Dinge und das Thema IT-Sicherheit investiert werden. Auch Digital Solutions, Maut und Services für die öffentliche Hand sollen stärker priorisiert werden.

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