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Deutscher Konzern Schaeffler kauft Technologie für autonome Autos

Schaeffler Mover. (Foto: Schaeffler)

Mit Schaeffler steigt ein weiterer deutscher Autozulieferer ins Rennen um autonomes Fahren ein. Hierfür hat sich das Unternehmen entsprechende Technologie aus dem Schwabenländle zugekauft.

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler kauft Know-how im Bereich autonomes Fahren hinzu. Der Konzern übernimmt die „Drive by wire“-Technologie des schwäbischen Mittelständlers Paravan. Die ermöglicht Autos, ohne menschliche Beteiligung in der Spur zu bleiben. Es ist der neueste Schritt des MDax-Unternehmens im Wandel vom Teilehersteller zum Technologiekonzern.

Schaeffler übernimmt Paravan und „Drive by wire“-Technologie

Wie der Konzern am Montag mitteilte, kauft er die Space-Drive-Technologie der Firma Paravan, die eigentlich für Autofahrer mit Behinderungen entwickelt wurde. Sie ermöglicht es, dass Autos rein über elektronische Signale fahren und bremsen. Schaeffler bringt die Technologie in ein Gemeinschaftsunternehmen ein, an dem der fränkische Familienkonzern 90 Prozent hält, der Rest gehört der Firma Paravan und ihrem Gründer Roland Arnold. In das Gemeinschaftsunternehmen wandert außerdem ein Fahrzeugkonzept des Unternehmens, der „Schaeffler Mover“. Arnold wird zum Vorsitzenden der Geschäftsführung und soll die Firma leiten.

Schaeffler: „Drive by wire“ ist Schlüsseltechnologie für den stark wachsenden Zukunftsmarkt „autonomes Fahren“

Laut Schaeffler sei „Space Drive“ das Kernelement „einer führenden ‚Drive by wire‘-Technologie“. Sie sei nicht nur dazu in der Lage, Fahr- und Bremsbetätigung zu steuern, die sogenannte „Steer by wire“-Funktion (Übersetzt: „Lenken via Kabel“) könne zudem die Spurführung des Fahrzeugs zuverlässig und ausschließlich über elektronische Signale realisieren. Damit könnten Fahrzeuge komplett ohne Lenkrad und eine mechanische Verbindung der Lenksäule entwickelt werden.

Laut Schaeffler sei es bei Pkw, die lediglich temporär automatisiert fahren, durch den Wegfall der Lenksäule möglich, „völlig neue Möglichkeiten für die konzeptionelle Ausgestaltung der Fahrzeuge und ihrer Innenräume“ zu entwickeln. In puncto Sicherheit erfülle „Space Drive“ durch eine dreifache Redundanz zudem „die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen“. Es besitze dem Unternehmen zufolge zurzeit „als einzige Systemlösung weltweit“ weltweite Straßenzulassungen und verfüge zugleich über das Potenzial, „in der automobilen Großserie technisch und kommerziell wettbewerbsfähig zu sein“. Die Space-Drive-Lösung könne bereits über 500 Millionen Kilometer unfallfreies Fahren aufweisen.

Mit Schaeffler steigt nicht der erste deutsche Auto-Zulieferer in die Entwicklung autonomer Fahrzeuge ein: Sowohl Bosch und ZF als auch Continental haben in den vergangenen Monaten entsprechende Lösungen und Partnerschaften mit Auto- und anderen Technologieunternehmen angekündigt.

Mit dpa-Material.

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