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Digitalisierung in Deutschland: Diese Tweets zeigen peinlich genau, wie es um uns steht

Deutschland deine Digitalisierung. (Grafik: Shutterstock / Twitter)

Deutschland – digitales Eldorado oder Niemandsland? Diese Tweets lassen leider nichts Gutes erhoffen. Sie zeigen, wie es um unser digitales Leben steht.

Deutschland ist vielerorts noch digitales Niemandsland. Zwar gibt es Disziplinen, in denen die Bundesrepublik zweifellos anerkannt ist – etwa in der wissenschaftlichen Forschung rund um künstliche Intelligenzen –, jedoch ist unser Land in anderen Belangen eindeutig ein Entwicklungsland. Interessierte erkennen das beispielsweise am Stand der digitalen Infrastruktur. Hier fährt die Bundesrepublik seit Jahren extrem schlechte Noten ein. Kürzlich hat eine Studie von Internations – ein internationales soziales Netzwerk für ausländische Fachkräfte – den Status quo der Digitalisierung ziemlich gut auf den Punkt gebracht.

Expatriates – also Menschen, die dauerhaft nicht in ihrem Geburtsland leben – haben in der Befragung die Lebens- und Arbeitsumstände ihrer Wahlheimat beurteilt. Verschiedene Kategorien standen zu Auswahl – unter anderem auch der Stand der Digitalisierung. Für Auswanderer gehört Deutschland tatsächlich mit zu den schlechtesten Ländern, wenn es um das digitale Leben geht. Ob frei verfügbares WLAN, bargeldloses Bezahlen oder digitale Behördengänge – die Expats sehen eine große Rückständigkeit. Tatsächlich nahm Deutschland nur Platz 53 unter 68 Ländern weltweit in Sachen digitales Leben ein. Doch auch die Deutschen selbst gehen mit ihrer Regierung nicht gerade zimperlich um, wenn es um das Thema geht.

Sichtbar wird das auch und gerade auf Twitter. Auf dem Microblog monieren Nutzer regelmäßig digitale Patzer – manchmal sehr mies gelaunt, manchmal aber auch witzig ironisch. Wir haben ein paar dieser Tweets für euch in der unten eingebetteten Bildergalerie kuratiert. Viele der geschilderten Situationen dürften den einen oder anderen Leser beziehungsweise Leserin ungläubig zurücklassen. Ob wir jemals zur Speerspitze der digitalen Revolution gehören werden? Beim Anblick dieser Tweets jedenfalls wird klar: Wir haben noch viel vor uns. Dass wir (noch) kein Land der digitalen Pioniere sind, lassen diese Beiträge jedenfalls deutlich erkennen.

Deutschland deine Digitalisierung
Deutschland deine Digitalisierung – hier gehts zum Tweet. (Screenshot: Twitter)

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3 Kommentare
Oliver
Oliver

Das betrifft leider wirklich fast alle öffentlich Bereiche. Ich bin vor 3 Jahren nach Deutschland gezogen und es ist erschreckend, wie inkompetent Ämter und öffentliche Dienstleistungen digital agieren. Die Ämter sind komplett überlastet, zumindest in Berlin. Aber auch kein Wunder, wenn man für alles, aber wirklich alles, einen bescheidenen Termin auf dem Amt brauche. Selbst eine Meldebescheinigung. Sowas geht auch alles digital. Ich konnte mich in meinem Heimatland, sogar online Abmelden um ins Ausland zu ziehen. Ohne persönlichen Termin. Es geht also. Oder bestes Beispiel „Online-„Anträge für Eltern- oder Kindergeld. Online ausfüllen, um es dann auszudrucken und auf die Post zu bringen. https://twitter.com/olke85/status/1177127539778695168?s=20

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Mike
Mike

Die Situation laesst tatsaechlich nichts Gutes vermuten. Allerdings braucht man dafuer aus meiner Sicht keine Expats befragen. Denn diejenigen Expats, die ihrer Arbeit in einem Paradies (Suedsee, Suedeuropa, etc. ) nachgehen, haben oft sowieso eine ganz andere Wahrnehmung. In diesem Fall stimmt die persoenliche Wahrnehmung aber mit den Fakten ueberein. Das Bundesamt fuer digitale Infrastruktur bietet da regelmaessig informationen an, die darlegen, dass die BRD ein digitales Entwicklungsland ist. Im Grunde sind nur die Ballungszentren mit Glasfaser ausgestattet – allerdings reicht oftmals auch dort die Glasfaserverbindung nur bis zum
Haus, nicht bis zum
Router. In Suedkorea hat man den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsinternet mittels Glasfaser schon 1995 vorangetrieben. Das hat zur Folge, dass heute auf jedem Reisfeld eine Glasfaserverbindung existiert. Die haengen zwar einfach so herum, aber sie existieren. Vor allem fuer Technologien wie G4/G5 ist ein schnelles Breitbandnetz die Grundlage. Ich befuerchte deshalb, dass z.B. G5 im Hinterland, in Waeldern oder Gebirgsgegenden gar nicht funktioniert. Wahrscheinlich nur in Staedten … aber mal sehen. Der Breitbandausbau ist auch fuer Zukunftstechnologien wie etwa autonomes Fahren etc… wichtig. Da Deutschlands Wirtschaft hauptsaechlich von der Automobilindustrie abhaengt und dieser Industriezweig auszusterben droht, wenn Deutschland nicht mit der Zeit und dem
State of the Art geht, sind die Autokonzerne aus meiner Sicht gut beraten, in die neuen Technologien und auch immBreitbandausbau mitzuwirken. Denn bis jetzt schlagen sich immer nur 5 Konzerne +- um die Lizenzen dafuer. Diese Auseinandersetzungen sorgen fuer Verzoegerungen, da die Entscheidungsfindung immer dauert – besonders in Deutschland, da Regeln, Gesetze, Mindestzeiten, etc… Das unterscheidet Deutschland von Spanien zum Beispiel. Dass Spanien an der Spitze in Sachen Breitbandausbau international ist, liegt vor allen daran, dass die spanische Regierung 2011 ein Gesetz zur Foerderung des Breitbandausbaus erlassen hat, wonach alle Interessenten (kleine und grosse Firmen, Konzerne, etc.) Lizenzen erwerben, Technologien anbieten, einen Kundenstamm aufbauen und erweitern koennen. Dadurch steigt die Konkurrenz und die Angebote. Jeder will besser sein als sein Mitbewerber, weshalb man auch Geld in neue Technologien und eine Erweiterung seines Netzangebotes steckt und damit den Breitbandausbau richtig vorantreibt. In Spanien hat man heutzutage auch in laendlichen Gebieten Breitbandinternet. Deutschland hinkt in Sachen Innovationen aus meiner Sicht seit Jahren hinterher. Ich vermute, dass ddieser Rueckstand auch nur schwer aufzuholen ist. Und nur, weil wir jetzt eine starke Wirtschaft haben, bedeutet das nicht, dass es auch so bleiben muss. Sowas kann sich ruckzuck aendern. Auch wenn sich heute niemand vorstellen kann, dass Deutschland sich zu einem zweiten Griechenland entwickelt, bedeutet es nicht, dass es nicht moeglich ist. Die Chancen fuer so einen Abstieg stehen zur Zeit naemlich sehr gut, wenn man sieht, wie andere, vermeintlich schwaechere Laender wie Spanien die Fortentwicklung angehen und Deutschland dahingehend viel zu wenig tut. Das Potenzial waere vorhanden, aber es muesste auch genutzt werden. Dazu sind meiner Meinung nach vieeeele Reformen noetig. So … hehe :) Buch Ende ;)

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Markus
Markus

Schöner .. sehr lustiger Artikel .. ups .. das war wirklich? Achja mir ist es erst gestern so ergangen. Aber es lag an der Mitarbeitern und nicht an der Digitalisierung, denn es hätte bei dem Amt alles in „echt online“ gegeben, nur die Person am Telefon wollte unbedingt ein formloses Papier mit allen Angaben drauf. Hat sie nicht bekommen :-)

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