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E-Commerce

Dezentraler Handelsplatz auf Bitcoin-Basis: OpenBazaar ist online

Bitcoin. (Foto: manaemedia / Shutterstock.com)

Mit dem OpenBazaar soll eine dezentrale Handelsplattform im Internet entstehen, über die jeder zum Käufer und Verkäufer von Waren werden kann. Jetzt ist die Peer-to-Peer-Software erstmals im offenen Beta-Betrieb.

OpenBazaar: Das steckt hinter der dezentralen Handelsplattform

Es klingt nach dem wahrgewordenen Traum eines jeden Anarchokapitalisten: eine dezentrale Handelsplattform im Internet, auf der jeder, ohne Einflussnahme von Dritten, Waren kaufen und verkaufen kann. Genau das steckt hinter dem Open-Source-Projekt OpenBazaar, das jetzt erstmals in eine offene Testphase geht. Schon jetzt könnt ihr über die Software für Windows, OS X und Linux an dem Netzwerk teilnehmen und selbst Produkte kaufen oder verkaufen. Davon raten die Macher bis zu Beendigung der Testphase jedoch ab.

OpenBazaar ist eine dezentrale Handelsplattform auf Peer-to-Peer-Basis. (Screenshot: OpenBazaar)
OpenBazaar ist eine dezentrale Handelsplattform auf Peer-to-Peer-Basis. (Screenshot: OpenBazaar)

Allerdings ist das Warenangebot derzeit sowieso noch recht überschaubar. Später soll sich das nach Willen der Macher allerdings ändern. Dann kann jeder auf einfache Art und Weise über die dazugehörige Desktop-App einen eigenen Store aufbauen und seine Produkte gegen Bitcoins feilbieten. Wer dem jeweiligen Händler nicht vertraut, was grundsätzlich auch besser ist, der kann sich über die Plattform auch jemanden suchen, der im Streitfall vermitteln kann. In dem Fall werden die Bitcoins auf eine Art Treuhand-Konto überwiesen.

Läuft der Verkauf nach Plan, wird das Geld freigegeben und an den Händler übertragen. Im Streitfall wiederum kommt der Vermittler ins Spiel. Er bekommt dann Zugriff auf den verschlüsselten Chat-Verkehr zwischen Käufer und Verkäufer und kann dann entscheiden, wem von beiden die Bitcoins zustehen. Dafür erhält der Vermittler dann einen Anteil am Geldbetrag.

Der OpenBazaar-Client in Bildern

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Neue Silk-Road-Alternative für Online-Drogenhändler?

Da es keine zentrale Kontrollinstanz bei OpenBazaar gibt, könnten Händler auch illegale Waren wie Drogen oder Waffen zum Kauf anbieten. Dass die Projekt-Betreiber die Nutzer dazu anhalten, sich an die Gesetze ihres jeweiligen Landes zu halten, dürfte das kaum verhindern. Demnach könnten zumindest einige OpenBazaar-Händler bald auch die Strafverfolgungsbehörden beschäftigen.

Ob das so kommt, und ob die dezentrale Handelsplattform überhaupt das Interesse von Käufern und Verkäufern wecken kann, werden wir wohl erst nach Beendigung der Testphase erfahren. Wer jetzt schon reinschnuppern möchte, kann sich den OpenBazaar-Client direkt von der offiziellen Projektseite herunterladen. Den Quellcode der Software, die eine Weiterentwicklung des 2014 vorgestellten DarkMarket ist, findet ihr auf GitHub.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist der Artikel „Kryptonit fürs Kapital – Die Bitcoin-Ära beginnt gerade erst“ aus dem t3n Magazin Nr. 41.

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