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DHDL: 5 Millionen Euro für Hightech-Rollstuhl zum Treppensteigen?

Am Montagabend wurde die sechste Folge der zehnten Staffel „Die Höhle der Löwen“ ausgestrahlt. Wir fassen die Sendung, die Deals und die Reaktionen der Twitter-Community für euch zusammen.

4 Min. Lesezeit
Ran an den Speck – auch in Woche sechs der „Höhle der Löwen” wird wieder gepitched, verhandelt – und gegessen. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Auch in Folge sechs versuchten die Gründerinnen und Gründer, die Löwen-Jury von ihren Ideen und deren Umsetzung zu überzeugen. Neben Katzenspielzeug, einem Gartengerät und einem futuristisch anmutenden Elektro-Rollstuhl durften die obligatorische App sowie ein kulinarischer Pitch natürlich nicht fehlen.

Catlabs: Katzenspielzeug aus Naturmaterialien

Catlabs-Gründerin Katharina Bickel präsentiert den Löwen Katzenspielzeug. (Foto: RTL/Bernd-Michael Maurer)

Zu Beginn der Sendung wird es niedlich im Studio: Gründerin Katharina Bickel will mit Cat-Content überzeugen und hat fünf Kätzchen in die Höhle der Löwen mitgebracht. Die Geschäftsidee der 42-jährigen Münchnerin: Katzenspielzeug, das aus Schafswolle gefertigt wird und mit duftenden Naturmaterialien wie Katzenminze befüllt werden kann. Hergestellt in einem sozialen Projekt in Nepal sollen die Spielzeuge nicht nur besonders verträglich für die Vierbeiner, sondern auch noch mit ethisch motivierten Produktionsbedingungen versehen sein. Die Catlabs GmbH wird zum Zeitpunkt der Sendungsaufzeichnung von Bickel alleine betrieben, die Produkte sind zunächst nur im stationären Handel erhältlich – jetzt soll mithilfe der Löwen der Schritt ins Online-Business gelingen.

Diesen Deal will die Gründerin: 

  • 75.000 Euro für 15 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Ja! Carsten Maschmeyer scheidet als Tierhaar-Allergiker aus. Georg Kofler und Ralf Dümmel würden zum ersten Mal in der Sendung gemeinsam antreten und 75.000 Euro für 30 Prozent der Anteile bieten, Dagmar Wöhrl und Nils Glagau würden zusammen zum gleichen Preis 20 Prozent der Anteile beanspruchen. Katharina telefoniert mit ihrem Mentor und entscheidet sich schließlich für Team Dümmel und Kofler.

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Iss doch wurscht: Currywurst im Glas

Judith Williams studiert vor dem Probieren die Zutatenliste der Currywurst im Glas. (Foto: RTL/Bernd-Michael Maurer)

Nach flauschigen Kätzchen geht es prompt mit Food-Content weiter – da ist die Vorfreude bei Ralf Dümmel besonders groß. Die „beste Currywurst in Nordrhein-Westfalen“ (2019) gibt es normalerweise auf Großveranstaltungen und Festivals. Durch die Corona-Pandemie brachen für Foodtruck-Besitzer Marco Peters und seine Familie allerdings sämtliche Aufträge weg, also galt es, einen anderen Geschäftsweg zu finden. Heraus kam „Iss doch wurscht“, das für den Gründer allerdings so gar nicht „wurscht“ ist: „Für sie vielleicht nur eine Currywurst im Glas, für uns die Existenz, um die wir gerade kämpfen“, erklärt der 49-Jährige den Löwen. Die regional produzierten Würste gibt es mit klassischer Currysauce, in Kombi mit Kürbis oder mit einer Erdbeersauce, zudem bietet Peters eine Variante mit vegetarischen Bällchen an. Nach dem emotionalen Pitch von Peters müssen die Löwen erst mal durchatmen, dann wird probiert. Der Jury schmeckt nicht nur die Wurst, sondern auch der Bericht über die ersten erfolgreich aufgebauten Handels-Kooperationen, die Peters mit Löwen-Hilfe weiter ausbauen möchte.

Diesen Deal will der Gründer: 

  • 49.000 Euro für 49 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Ja. Ralf Dümmel bietet ohne große Verhandlung einen Handschlag an, Peters nimmt an – und verdrückt Backstage dann doch glatt ein paar Tränchen vor Rührung über die anerkennenden Worte der Löwen.

Hackboe: Gartenarbeit mit der handgeführten Motorhacke

Mike Bökenkröger führt der Löwenjury seine Motor-Hacke vor. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Mike Bökenkröger kommt mit Motorengetöse in die Höhle der Löwen – und mit einem umgeschnallten Garten-Tool. Das soll den Rücken entlasten, weil es so konzipiert ist, dass die gebückte Haltung bei der Gartenarbeit wegfällt. Die patentierte Motorhacke mit zwei Steuerungsgriffen lässt sich im Stehen führen. Durch eine reduzierte Drehzahl im patentierten Getriebe sei das Gerät nicht nur zum Kultivieren von Böden geeignet, sondern dürfe auch offiziell mit verschiedenen Bürstenköpfen genutzt werden, die bei Geräten mit höherer Drehzahl wegen der Gefahr von Steinschlägen verboten wären. Verkaufspotential sieht Bökenkröger beispielsweise im kommunalen Bereich oder bei forst- und landwirtschaftlichen Betrieben – aber eher weniger bei Privatnutzern.

Diesen Deal will der Gründer:

  • 150.000 Euro für 20 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Gerade weil die Motorhacke nicht unbedingt an Privatkundinnen und -kunden vertrieben würde, sehen sich die Löwen nicht als passende Investoren – es gibt Lob, aber keinen Deal.

Healthme: Allergencheck per Barcode

Carsten Maschmeyer zeigt Interesse an der App von Victoria Noack. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

„Es hat mit Gesundheit zu tun, und deswegen hat es mit Nahrungsmitteln zu tun“, schlussfolgert Judith Williams im Sherlock-Modus aus dem Logo der Healthme-App. Tatsächlich geht das in die richtige Richtung: Nutzerinnen und Nutzer geben bei Healthme ihre Unverträglichkeiten und Allergien an, um dann beim Einkauf von der kostenpflichtigen App unterstützt zu werden. Scannen sie den Barcode auf einer Lebensmittelverpackung, zeigt die Anwendung durch hinterlegte Informationen farblich codiert an, ob das Produkt unbedenklich ist und welche Alternativen es im Zweifel gäbe. Hinter der App steckt die 25-jährige Victoria Noack, die das Startup neben ihrem Masterstudium aufgebaut hat. Gerade für das Marketing fehlt es der jungen Gründerin an Budget.

Diesen Deal will die Gründerin: 

  • 250.000 Euro für 17,5 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Carsten Maschmeyer und Nils Glagau bieten gemeinsam 250.000 Euro, wollen dafür aber insgesamt 30 Prozent der Anteile. Ein Telefonat später verhandelt Noack: Sie bietet den beiden Löwen 26 Prozent. Eigentlich hatten Maschmeyer und Glagau beschlossen, bei ihrem Angebot zu bleiben – doch sie schwenken letztendlich um und gehen den Deal ein.

Scewo Bro: Hightech-Elektro-Rollstuhl zum Treppensteigen

Die einzelnen Funktionen des Scewo Bro führen die Gründer im Studio vor – dazu gehört unter anderem das Treppensteigen. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

2015 beginnen die Studenten Thomas Gemperle, Pascal Buholzer und Bernhard Winter mit der Entwicklung ihres treppensteigenden Elektro-Rollstuhls. Mittlerweile hat das Startup im schweizerischen Winterthur rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das patentierte Gerät, das bis zu zehn Kilometer pro Stunde schnell wird und pro Akkuladung eine Leistungsdauer von etwa 35 Kilometern hat, ist mit entsprechenden Sensoren, Rückfahrkamera sowie zwei Raupen zum Überwinden von Hindernissen ausgestattet. Neben der Funktion zum Überwinden von Treppenstufen gibt es noch weitere Features, Nutzerinnen und Nutzer können den Sitz beispielsweise auf bis zu 87 Zentimeter Höhe hochfahren. Der 36.000 Euro teure E-Rollstuhl ist bereits auf dem Markt, um die weitere Nachfrage zu bedienen, wollen die Gründer einen Investor oder eine Investorin gewinnen.

Diesen Deal wollen die Gründer: 

  • fünf Millionen Euro für zehn Prozent der Firmenanteile

Deal? Fast scheint es so, als wollte Nico Rosberg investieren – wie den anderen Jurymitgliedern auch ist ihm allerdings die angepeilte Summe zu hoch, er springt ab. Übrig bleibt Carsten Maschmeyer. Zum ersten Mal bei „Die Höhle der Löwen“ wählen nicht die Gründer:innen, sondern ein Löwe den Telefonjoker, Maschmeyer lässt sich beraten. Sein Fazit: Der Rollstuhl ist durch seinen hohen Preis nicht massentauglich genug – damit schlägt auch der letzte verbliebene Löwe einen Deal aus.

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