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DHL: Social-Media-Kampagne geht gründlich nach hinten los

Die DHL fährt mit einer Social-Media-Kampagne gründlich vor die Wand. (Foto: Deutsche Post DHL / Oliver Lang)

Der Paketdienstleister DHL hat jetzt mit einer Marketingkampagne reichlich Häme kassiert. Ein Bildwettbewerb entwickelte sich zu einem Eigentor fürs Unternehmen.

Es war eine dieser Ideen, die man nur als echte Love Brand durchziehen sollte – aber garantiert nicht, wenn man die Bahn, ein Paketdienstleister oder ein ähnlich umstrittenes Unternehmen ist, an dem die Kunden oft kein gutes Haar lassen. DHL hat das jetzt lernen müssen: „Schickt uns euer #DHLFanfoto!“ war die Aufforderung des Paketdienstleisters via Twitter und Facebook. Und die „Fans“ lieferten: Bilder mit den „schönsten rot-gelben Schnappschüssen“ – unkonventionelle Zustellorte in Mülleimern, mit Gewalt zugestellte Pakete, ein spektakulär verunfallter Paketlaster, aber auch Zustellfahrzeuge, die den Bürgersteig zuparken – und nicht zuletzt Schlange stehende „Fans“.

DHL bekommt Fail-Fotos statt Fan-Fotos

Auch wenn es eine Kamera zu gewinnen gibt, geht es den meisten wohl eher darum, zu zeigen, wie wenig zufrieden sie mit dem Unternehmen sind. Immerhin entwickeln sich auch ein paar Diskussionen, in denen es um die schwierigen Arbeitsbedingungen der DHL-Fahrer geht – sicherlich auch kein Thema, das die Initiatoren anstoßen wollten.

t3n meint: Hat DHL ernsthaft geglaubt, mit dieser Aktion positives Feedback zu bekommen? Selbst wenn die Verantwortlichen im Unternehmen so weltfremd sein sollten, müsste es doch genügend Social-Media-Berater und -Agenturen geben, die ihnen von sowas abraten. Rausgekommen ist, was rauskommen musste: eine Bildersammlung mit Pleiten, Pech und Pannen, die in die Social-Media-Lehrbücher eingehen wird. Tobias Weidemann

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Ein Kommentar
Tristan Melzner
Tristan Melzner

DHL_Paket antwortet auch nie auf Tweets, bin auch unzufrieden damit.

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