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Frontalangriff auf Uber: Didi Chuxing erhält vier Milliarden Dollar – und will expandieren

Filiale von Didi Chuxing in Wuhan. (Foto: dpa)

Der chinesische Fahrdienst Didi Chuxing erhält eine Mega-Finanzierung – und startet einen Frontalangriff auf Uber.

Während Uber gerade erst eine Schlappe vor dem Europäischen Gerichtshof erlitten hat, greift der größte Konkurrent des US-Fahrdienstes richtig an. Mit einer Finanzierung von vier Milliarden US-Dollar im Rücken will das chinesische Unternehmen Didi Chuxing ins Ausland expandieren. Das berichtet Bloomberg mit Verweis auf interne Quellen. In China ist das Startup bereits Marktführer.

Erste Schritte zur Etablierung der eigenen Services im Ausland hat Didi Chuxing schon eingeleitet. Der Uber-Rivale beteiligte sich im August am estnischen Fahrservice Taxify OU, der damit wiederum in europäische Nachbarländer expandieren will. Auch in die Uber-Konkurrenten Grab in Südostasien, Ola in Indien und Lyft in den USA investierten die Chinesen. Die Angriffe dürften sich nach der neuen Finanzspritze nun noch verstärken.

Didi kann jetzt auch bei der Bewertung mit Uber mithalten

Unterstützt wird Didi Chuxing unter anderem von dem japanischen Softbank-Konzern. An der aktuellen Finanzierungsrunde hat sich auch Mubadala, der staatliche Fond der Vereinigten Arabischen Emirate, beteiligt. Die Bewertung des Startups liegt nun bei 56 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der Wert von Uber, derzeit das wertvollste Jungunternehmen der Welt, wird mit 68 Milliarden Dollar bemessen.

Didi Chuxing ist ein Uber-Konkurrent und in China weit verbreitet. (Foto: Didi Chuxing)

 „Didi plant, die Investitionen in KI-Talente und -Technologien zu erhöhen.“

Das chinesische Unternehmen bestätigte die Finanzierung gegenüber Bloomberg. In einem Statement hieß es: „Didi plant, die Investitionen in KI-Talente und -Technologien zu erhöhen, um die intelligenten Fahr- und Transportfähigkeiten weiter auszubauen.“ Außerdem will das Startup mit dem Geld seine Tätigkeiten im Bereich Elektromobilität erweitern und etwa Ladestationen errichten.

Für Didi Chuxing ist es nicht die erste große Finanzierungsrunde. Schon im April investierten Risikokapitalgeber 5,5 Milliarden Dollar in das Unternehmen. Sogar Apple steckte im vergangenen Jahr in einer ungewöhnlichen Investition für den iPhone-Konzern eine Milliarde Dollar in Didi. Dass die Chinesen so viele prominente Investoren für sich gewinnen konnten, dürfte auch mit der schwächelnden Konkurrenz zusammenhängen: Während Uber eine schlechte Nachricht nach der anderen durchstehen muss, konnten sie sich in Ruhe im Reich der Mitte festsetzen und auf ihre langfristige Strategie konzentrieren – und Geldgeber anwerben.

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