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Die geplante Fusion von Medimax und Notebooksbilliger.de wurde abgesagt

Notebooksbilliger.de und Medimax blasen die Hochzeit ab. (Foto: Notebooksbilliger.de)

Die geplante Fusion des deutschen Onlinehändlers Notebooksbilliger.de mit dem stationären Händler Medimax ist geplatzt. Die kulturellen Unterschiede sollen zu groß gewesen sein.

Ende September hatten Notebooksbilliger.de und Medimax in einer gemeinsamen Presseerklärung angekündigt, sich zusammenschließen zu wollen. Damals hieß es noch, dass man „das Beste aus zwei Welten“ erschaffen wolle. Jetzt ist die geplante Fusion abgesagt worden. Medimax und Notebooksbilliger.de hätten sich einvernehmlich entschlossen, die Transaktion nicht weiter zu verfolgen, heißt es in einer Mitteilung.

Medimax und Notebooksbilliger.de – Unterschiede waren zu groß

Zur Begründung heißt es, dass sich „die Annahme, aus einem der erfolgreichsten und beliebtesten Onlinehändler und den beratungsstarken Medimax-Märkten ein neues, erfolgreiches Unternehmen zu gestalten, als nicht belastbar erwiesen“ habe. Die Unterschiede zwischen Notebooksbilliger.de „mit geradezu kultiger Startup-Mentalität“ und dem traditionellen Filial- und Franchiseunternehmens Medimax seien zu groß. Eine Fusion hätte „erhebliche Einschränkungen in den jeweils eigenen Stärken“ zur Folge gehabt.

Notebooksbilliger.de ist hauptsächlich im Internet aktiv und verkauft dort mit einigem Erfolg Elektronikartikel. 2018 soll der Onlinehändler erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro generieren. Neben dem Online-Geschäft betreibt Notebooksbilliger.de insgesamt fünf Geschäfte. Medimax betreibt 120 Läden. Der Elektronikhändler gehört zur EP-Gruppe, die seit 2012 Minderheitsaktionär von Notebooksbilliger.de ist.

Ursprünglich hätte die Holding 2019 an den Start gehen sollen. Als Umsatzziel für das jetzt geplatzte Joint-Venture waren zwei Milliarden Euro angegeben worden. Ende September hatte Medimax-Chef Michael Haubrich noch erklärt: „Wir können unsere Kunden nun noch professioneller über die digitalen Kanäle adressieren und Notebooksbilliger.de in Sortimentsbereichen unterstützen, in denen sich der Onliner bisher eher schwergetan hat“.

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