News

„Die-ins“ vorm Apple-Store: Wie Attac den iPhone-Konzern bekämpft

Attac-„Die-in“ vor französischem Apple-Store. (Screenshot: Vimeo/Attac/t3n.de)

Attac macht mit „Die-ins“ vor Apple-Stores auf die Steuervermeidungstricks des iPhone-Konzerns aufmerksam. Apple hatte zuvor vergeblich versucht, Proteste in den Läden zu verbieten.

In Frankreich sieht sich Apple wegen seiner Steuervermeidungspraktiken weiter in der Kritik. Die globalisierungskritische Organisation Attac hat am Wochenende sogenannte „Die-ins“ vor zwei Apple-Stores in Paris sowie in Aix-en-Provence veranstaltet. Dabei legten Aktivisten in Attac-T-Shirts sich vor den Läden auf den Boden und taten so, als seien sie tot.

https://vimeo.com/263656318

Damit wollte Attac darauf hinweisen, dass es in Frankreich 67 Millionen Opfer der Steuervermeidung Apples gebe – eine allerdings etwas gewagte Interpretation der Auswirkungen möglicher Steuertricks durch große internationale Konzerne. Aufgrund von Steuervermeidungsstrategien, so Attac, würde das Staatsdefizit erhöht und staatliche Angebote und Sozialleistungen gestrichen, wie heise.de schreibt. Das führe Attac zufolge zu echten Toten.

Attac fordert: Apple, zahl deine Steuern

Am Ende der Aktion von den französischen Apple-Stores forderten die Teilnehmer dementsprechend: „Apple, zahl deine Steuern“. Außerdem wurden auf den Scheiben und den Mauern der Stores Parolen wie #Justicefiscale, also Steuergerechtigkeit, angebracht. Hintergrund der Aktion ist die Tatsache, dass Apple noch immer nicht die von der EU eingeforderte Flash-Mob im Apple-Store in Frankfurt am Main veranstaltet.

Attac-Aktionen vor Apple-Stores. (Bild: Attac)

In Frankreich hatte Apple zuletzt versucht, Aktionen von Attac in seinen Läden gerichtlich verbieten zu lassen. Gefordert wurde ein dreijähriges Hausverbot für Aktivisten der NGO, bei Zuwiderhandlung hätte Attac eine Zahlung von 150.000 Euro gedroht. Apple reagierte mit der Klage auf die Besetzung von Apple-Stores durch Attac-Aktivisten im Dezember. Ende Februar hatten die französischen Richter aber gegen Apple entschieden – auch weil bei der Besetzung kein Schaden entstanden sei.

Ebenfalls interessant: Apple-Chef Tim Cook – „Das Steuersystem ergibt keinen Sinn“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung