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Die Winklevoss-Zwillinge starten ihre eigene Kryptowährung

Die Winklevoss-Zwillinge. (Foto: dpa)

Die Winklevoss-Zwillinge Tyler und Cameron haben mit dem Gemini Dollar eine Kryptowährung gestartet, die auf der Ethereum-Blockchain basiert und durch den US-Dollar gedeckt sein soll.

Das Finanzministerium des Bundesstaates New York hat der Kryptobörse Gemini der Winklevoss-Zwillinge am Montag die Erlaubnis erteilt, mit dem Gemini Dollar eine eigene Kryptowährung zu launchen. Jeder einzelne der auf der Ethereum-Blockchain basierenden Token soll durch einen US-Dollar gedeckt sein. Das entsprechende Konto, auf dem die Dollars hinterlegt sein werden, wird vom Investment-Riesen State Street betreut, wie Forbes schreibt.

Gemini Dollar soll Vorteile der Krypto- mit jenen von Fiat-Währungen vereinen

Der Gemini Dollar soll als sogenannter Stablecoin die Vorteile einer Kryptowährung mit denen von Fiat-Währungen wie dem Dollar oder dem Euro vereinen und den Winklevoss-Brüdern zufolge wieder die Ursprungsidee der Kryptofans – nämlich das Bezahlen von Dingen oder Diensten – verfolgen. Bitcoin oder Altcoins wie Ethereum oder Litecoin würden dagegen derzeit eher wie eine Geldanlage behandelt. Viele Online-Shops haben die Unterstützung von Bitcoin und Co. aufgrund der hohen Kurse und der enormen Preisschwankungen der vergangenen Monate ausgesetzt.

Inwieweit die Winklevoss-Brüder den Gemini Dollar als Alternative zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen etablieren können, ist allerdings fraglich. Auch wenn allein der Name der Zwillinge, die die Millionen aus dem Facebook-Vergleich in Bitcoin angelegt hatten und Ende 2017 zu den wohl ersten Bitcoin-Milliardären aufstiegen, für Aufmerksamkeit für die neue Währung sorgt.

Konkurrenz gibt es jedenfalls jede Menge. Die rivalisierende Kryptobörse Paxos hat zeitgleich mit Gemini die Genehmigung für einen eigenen Dollar-gedeckten Ethereum-Token erhalten. Die bekannte Startup-Investmentfirma Andreessen Horowitz ist kürzlich bei dem Stablecoin-Startup Basis eingestiegen. Paypal-Mitgründer Peter Thiel hat Geld in Reserve gesteckt, das ebenfalls an einer entsprechenden gedeckten Kryptowährung arbeitet. Auch IBM hat laut Forbes schon seine Fühler in den Markt ausgestreckt.

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Ein Kommentar
Pantograph
Pantograph

Im Ethereum Oekosystem ist DAI von MakerDAO der am weitesten entwickelte Stablecoin und währe in diesem Zusammenhang auch eine Erwähnung wert gewesen. DAI entspricht wie der Gemini-Dollar einem USD, ist allerdings nicht durch FIAT gedeckt sondern durch andere Kryptowähru gen. Das klingt zunächst zweifelhaft, funktioniert aber bestens, auch wenn der Markt immerwieder crasht, wie im letzten Halbjahr. Der Clou ist, dass Kryptospekulanten ihre Coins im DAI System hinterlegen können und dafür DAI geliehen bekommen. Diese DAI’s können dann wiederum zum Kauf von weiteren anderen Coins verwendet und die eigene Position damit geleveraged werden. Handkehrum können normale Nutzer DAI auch einfach über Exchanges kaufen. Das besondere am System ist, dass es komplett dezentral funktioniert und damit sehr robust gegen äussere Einflüsse ist. Mehr dazu hier:

http://makerdao.com

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