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Podcast

Digital Health: „Datenschutz ist Luxus für Gesunde“

(Foto: Shutterstock/Billion Photos)

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist zu teuer. Digitale Unternehmen wollen Abhilfe schaffen. Nur ist das gar nicht so einfach. Digital-Health-Experte Uwe Horstmann erklärt im t3n-Podcast, warum.

Ursprünglich hatte der Wagniskapitalgeber Project A das Thema Digital Health für sich ausgeschlossen. Das Risiko sei zu hoch, die Regulierung bestimme den Erfolg zu stark mit. „Darauf wollten wir uns nicht einlassen“, sagt Uwe Horstmann vom Wagniskapitalgeber Project A im t3n-Podcast Filterblase. Inzwischen hat der Investor doch in Startups aus dem Bereich investiert – allerdings nicht in Deutschland.

Digital Health – in Deutschland ausgebremst?

Denn hierzulande geht es mit Digital Health nur sehr langsam voran. Diagnosen per Video oder Bild sind gesetzlich untersagt, eine digitale Patientenakte wird immer wieder abgeschmettert. „Eigentlich wollen das alle, aber so richtig kommt eben doch nichts voran.“ Horstmann macht dafür auch die Parteien verantwortlich: „Wenn es einen harten politischen Wille gäbe, das durchzusetzen, würde das schon gehen. Das sieht man auch in anderen Ländern.“ Doch der sei hierzulande nicht gegeben.

Uwe Horstmann ist Partner beim Frühphaseninvestor Project A. (Foto: Project A)

Dabei hat der Markt durchaus Potenzial, wenn man sich die Investitionen ansieht: 2016 haben Geldgeber rund sechs Milliarden Dollar in Digital-Health-Unternehmen gesteckt – ein neuer Rekord. Der Wunsch: Genau wie in anderen Bereichen soll die Digitalisierung auch den Gesundheitsmarkt verändern, Diagnosen sollen einfacher zu erstellen und die eigene Gesundheit besser nachvollziehbar sein. An Ideen mangelt es nicht: Das Spektrum reicht von einfachen Wearables über Zyklus-Tracker bis hin zu Diagnose-Apps und Marktplätzen für die besten Doktoren. Bisher sei der Gesundheitssektor noch zu teuer und nicht effizient, sagt Horstmann. Die neuen Lösungen könnten das ändern.

„Eigentlich wollen alle die digitale Patientenakte, aber so richtig kommt eben doch nichts voran.“ 

Dass gleichzeitig Startups wie Theranos Riesenskandale auslösen, hilft der Entwicklung jedoch nicht. Startup-Redakteurin Lisa Hegemann hat mit Uwe Horstmann in Berlin darüber gesprochen, welchen Einfluss das Aus des Hype-Startups auf die Digital-Health-Szene hatte, wie die Krankenkassen Innovationen blockieren können und warum Datenschutz am Ende auch Luxus ist.

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