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Weltweites Digital-Ranking sieht Deutschland auf Platz 2

Wo auf der Welt finden sich transformierende Unternehmen die besten Rahmenbedingungen vor? Der „Enabling-Digitalization-Index” gibt Auskunft. (Grafik: Shutterstock)

Ein Digital-Index will herausgefunden haben, wie attraktiv Länder für sich transformierende Unternehmen sind. Die Ergebnisse sind teilweise überraschend.

Um sich in einem zunehmend digitalisierten globalen Umfeld erfolgreich weiterentwickeln zu können, sind für Unternehmen diverse strukturelle Rahmenbedingungen wichtig. Deren von Land zu Land unterschiedliche Qualität untersucht regelmäßig die Allianz-Tochter Euler-Hermes in ihrem Enabling-Digitalization-Index (EDI). In der aktuellen Untersuchung hat sie 115 Nationen im Hinblick auf Regulierung, digitalen Bildungsgrad, Vernetzung, Infrastruktur und Marktgröße analysiert.

USA führen Ranking an

Mit 87 von insgesamt 100 Punkten führen die Vereinigten Staaten das EDI-Ranking 2018 mit Abstand an. Die USA würden profitieren von der Marktgröße, einem hohen Grundlagenwissen und einem positiven Geschäftsklima. Das seien drei von insgesamt fünf Hauptkriterien für ein erfolgreiches Umfeld der digitalen Transformation.

Länder-Ranking im Überblick (Tabelle: Enabling-Digitalization-Index/Euler-Hermes)
Länder-Ranking im Überblick. (Tabelle: Enabling-Digitalization-Index/Euler-Hermes)

 „Der Erfolg vieler Unternehmen hängt davon ab, wie schnell sie bei der Digitalisierung Fahrt aufnehmen können.“

Den zweiten Platz immerhin belegt Deutschland mit 75 von 100 möglichen EDI-Punkten. Auch wenn es in Deutschland noch nicht so viele globale Digital Player wie in den USA gibt, verfüge das Land und auch die benachbarten Niederlande (Platz 3) über eine „solide Logistik-Infrastruktur“, einen „hohen Vernetzungsgrad“ und gutes Grundlagenwissen, sagt Georges Dib, Research-Experte bei Euler-Hermes und einer der Studienautoren.

Der künftige Erfolg vieler Unternehmen hänge davon ab, wie schnell sie bei der Digitalisierung Fahrt aufnehmen können, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler-Hermes DACH. In Deutschland würden einige Firmen „langsam an Tempo gewinnen“, viele seien sogar schon mit „Höchstgeschwindigkeit“ unterwegs. Die Studie zeige, dass Deutschland sehr gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft biete, die Digitalisierung weiter zu beschleunigen. Damit stünden „die Ampeln im weltweiten Vergleich auf Grün“.

Westeuropa „weltweit führend“

Westeuropa ist der Untersuchung zufolge weltweit führend, wenn es darum geht, die besten Rahmenbedingungen für Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung zu schaffen. So sind 16 westeuropäische Nationen unter den besten 30 des EDI-Länderrankings gelandet, vier davon unter den besten fünf. Nach den USA, Deutschland und den Niederlanden komplettieren die Schweiz und Großbritannien die Top fünf. Mit einheitlichen Handelsregeln, einer guten logistischen Infrastruktur und einem ausgeprägten Grundlagenwissen scheinen sich die Rahmenbedingungen der Europäischen Union dabei vorteilhaft auszuwirken, schreiben die Studienautoren.

Auch der asiatisch-pazifischen Region attestiert Euler-Hermes ein „digitalisierungsfreundliches Umfeld“. Acht Länder sind unter den 30 Top-Nationen der EDI-Rangliste vertreten. Vordere Plätze belegen Japan (siebter Platz), Singapur (achter), Hongkong (neunter), Südkorea (zehnter) und China (17.), gefolgt von Australien, Neuseeland und Malaysia.

In Thailand, Indien und Indonesien würden seit dem vergangenen Jahr „beeindruckende Verbesserungen“ registriert, heißt es in der Studie, die diesbezüglich auch von den drei Aufsteigern in der Region spricht. Als demografischer Riese profitiere China zwar von seiner Marktgröße, überzeugt aber in nicht in Bezug auf die digitale Vernetzungsqualität, sagt Mahamoud Islam, Senior-Economist für Asien-Pazifik bei Euler-Hermes und Hauptautor der Studie.

Lateinamerika: „Niedriger Innovationsgrad“

In Lateinamerika sind laut EDI-Analyse ein schwacher Vernetzungsgrad, eine lückenhafte logistische Infrastruktur und ein niedriger Innovationsgrad auf dem digitalen Wissensgebiet die größten Schwachstellen. Die beiden besten lateinamerikanischen Länder im Ranking seien Chile (43.) und Mexiko (52.), die aufgrund eines „relativ günstigen Wirtschaftsklimas“ und im Fall von Mexiko aufgrund der Marktgröße hervorstechen würden.

Die höchstplatzierte Nation im Nahen Osten sind die Vereinigten Arabische Emirate (VAE), im EDI auf Platz 24. Aufgrund ihrer strategischen Position als Handelsdrehkreuz verfüge das Land über eine „beeindruckende Infrastruktur“. Als nächstplatzierte Länder der Region folgen Saudi-Arabien auf Platz 50 und Ägypten auf Platz 80.

Das beste afrikanische Land im EDI-Ranking ist Südafrika auf Platz 46. Kenia folgt dank seiner Infrastruktur auf Platz 70. Trotz seiner Marktgröße schafft es Nigeria nur auf Platz 100 von 115 Nationen.

„Die fünf erfolgreichsten Strategien für eine Top-Platzierung im EDI sind die Entwicklung angemessener Regulierungsvorgaben, der Ausbau des Bildungswesens, die Stärkung von Schlüsselbranchen und -regionen, die Modernisierung der Logistik sowie der Abbau von ungleichen Rahmenbedingungen“, sagt Ludovic Subran, Chefökonom bei Euler-Hermes.

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Eine Reaktion
black

Deutschland mit der besten Infrastruktur ... :D

und bei Knowledge oben mit dabei - in was für einem Deutschland wurden diese Daten denn erhoben?

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