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Auf diese Technologien stehen Digitalisierungsentscheider und Chefs

Die derzeit am weitesten verbreiteten Technologien sind Cloud-Lösungen und Virtual Services. (Bild: Shutterstock)

Was ist die Lieblingstechnologie von Unternehmenschefs und Digitalisierungsexperten? Mit diesem Thema beschäftigt sich eine neue Umfrage – und findet eine klare Antwort. 

Drei Viertel der Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben sich durch die Digitalisierung maßgeblich verändert. Zu diesem Schluss kommt zumindest die Studie „Digital Value 2018 – der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung“ der Management-Beratung Horváth und Partners, für die sie rund 200 Entscheider auf C- und C-1-Level sowie im Digitalisierungsbereich befragt hat.

Digitale Lösungen helfen demnach 98 Prozent der Firmen, ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu senken. Die derzeit am weitesten verbreiteten Technologien seien Big-Data-Lösungen“.

Robotergesteuerte Prozessautomatisierung

Neun von zehn Entscheidern sind überzeugt, dass eine robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) ihr Unternehmen stark voranbringen werde. Unter RPA oder Robotics versteht man die selbstständige Ausführung wiederkehrender, regelbasierter Prozessschritte oder -ketten durch spezifisch programmierte Softwareroboter. Diese Technologie besitze vor allem bei Serviceprozessen großes Potenzial zur Verbesserung von Produktivität und Qualität, schreiben die Studienautoren.

In Unternehmen bereits umgesetzte Themen und Projekte. (Grafik: Horváth & Partners)
In Unternehmen bereits umgesetzte Themen und Projekte. (Grafik: Horváth & Partners)

Big Data war das Trendthema der vergangenen Jahre. Inzwischen haben laut Umfrage 57 Prozent der Unternehmen erfolgreiche Big-Data-Lösungen im Einsatz oder zumindest in der Testphase. Mit den Ergebnissen scheinen die Unternehmen sehr zufrieden zu sein, denn nach Ansicht von 96 Prozent der Befragten wird diese Technologie auch in Zukunft den größten Beitrag zur Wertschöpfung leisten.

Die digitale Verarbeitung großer Datenmengen finde zum Beispiel auch in vielen Technologien zur Automatisierung von Prozessen statt, sagt Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth und Partners und Leiter des Beratungsbereichs IT-Management und Transformation. Auf genau diese Automatisierung hätten die Entscheider es derzeit „besonders abgesehen“. Neun von zehn Befragten würden mit robotergesteuerter Prozessautomatisierung (RPA) große Hoffnungen verbinden, wenn es um künftige Effizienzsteigerungen geht.

Beitrag von Technologien zur Wertschöpfung (Grafik: Horváth & Partners)
Beitrag von Technologien zur Wertschöpfung. (Grafik: Horváth & Partners)

Dabei werden Daten und Prozesse verschiedener Quellen automatisiert zusammengeführt und von einer Software nach festgelegten Algorithmen bearbeitet, was „erhebliche Effizienz- und Qualitätsgewinne“ mit sich bringe, schreiben die Studienautoren. Besonders relevant sei das Thema für all jene Firmen, die einen hohen Serviceaufwand haben. Bislang habe allerdings erst jedes dritte Unternehmen eine solche Lösung im Einsatz, weitere 20 Prozent würden immerhin damit experimentieren. „Die Unternehmen sind relativ spät dran, denn die Bot-Technologie ist längst reif“, sagt Zierhofer.

An dritter Stelle der To-do-Liste stehen die sogenannten Smart Services, also daten- und dienstbasierte Lösungen mit hohem Nutzermehrwert für den Anwender, häufig in Form mobiler Lösungen. Auch in diesem Bereich stehen die Unternehmen mit 50 Prozent Anwendern und Testern noch weit am Anfang.

Internet der Dinge: „unterschätzt“

Vergleichsweise geringe Bedeutung für ihren künftigen Unternehmenserfolg räumen die Entscheider offensichtlich Lösungen aus dem Bereich Internet of things (IoT) ein. „Diese Konzepte erfordern Kooperationen mit anderen Unternehmen, wenn sie konsequent verfolgt werden. Davor scheuen traditionelle Unternehmen aber noch zurück“, sagt Digitalisierungsexperte Zierhofer.

Bei Clouds und virtuellen Diensten hätten die Unternehmen allerdings ihre Hausaufgaben gemacht. Gut etabliert hätten sich mittlerweile all jene Cloud-Anwendungen (79 Prozent) sowie Virtual Services, mit denen Informationen und Leistungen vollständig webbasiert bereitgestellt werden (67 Prozent). Solche kommen zum Beispiel in vollständig automatisierten Rechenzentren zum Einsatz. Finanzdienstleister seien außerdem bei der tiefergehenden Analyse großer Datenmengen „weit fortgeschritten“ und hätten vielfach entsprechende Advanced-Analytics-Technologien implementiert, urteilen die Studienautoren.

Die Teilnehmer der Studie „Digital Value 2018“ stammen aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro. Es handelt sich um Unternehmen der Branchen Automobil, Chemie, Konsumgüter, Finanzen, Industriegüter und Hightech, Öl, Pharma, Handel, Telekommunikation, Transport, Reise und Logistik.

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