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Digitale Personaler stellen mehr ein – laut Studie

Besser gleich den richtigen Bewerber am Tisch: HR-Software hilft beim Selektieren. (Foto: Gutesa/Shutterstock)

Wer im Recruiting punkten will, sollte nicht nur den Bewerbungsprozess professionell managen, sondern auch auf Software-Lösungen setzen. Dass die für mehr Einstellungen sorgen, zeigt jetzt eine gemeinsame Studie von Bitkom Research.

Der Fachkräftemangel hat die Unternehmen des Landes fest im Griff. Knapp zwei Drittel aller Firmen in Deutschland haben Probleme, neue Mitarbeiter zu finden, bestätigt jetzt auch eine repräsentative Studie, für die Bitkom Research im Auftrag des HR-Software-Unternehmens Personio in München deutschlandweit mehr als 300 Unternehmen befragt hat. Und ist ein Bewerber doch an der Angel, heißt das noch gar nichts. Denn viele sagen sogar dann noch ab, wenn der Arbeitsvertrag schon unterschrieben ist.

Effizienz im Prozess

Dieser plötzliche Rückzug ist kein Einzelfall. So geben 32 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihnen ein solcher Vertragsbruch hin und wieder passiert. Die Studie legt offen, dass viele Bewerber aus dem Prozess aussteigen, weil sie inzwischen eine andere Stelle gefunden haben: Immerhin 94 Prozent nehmen nach der ersten Gesprächsrunde doch das Angebot eines anderen Arbeitgebers an. Vor allem qualifizierte Fachkräfte haben oft mehrere Optionen, aus denen sie wählen können. Unternehmen sollten daher den Zeitfaktor ernst nehmen und den Bewerbungsprozess steuern. Wer ein professionelles Bewerbermanagement hat, könne sich abheben. Größere Unternehmen sind in puncto Effizienz besser aufgestellt. Je größer ein Unternehmen, desto höher liegt die Erfolgsquote, wenn es darum geht, aus einem Vorstellungsgespräch einen geeigneten Mitarbeiter zu gewinnen. Während die Erfolgsquote in Unternehmen mit 50-99 Mitarbeitern bei 11 Prozent liegt, erreichen Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern einen Anteil von 35 Prozent. Der Grund für diesen Sieg nach Punkten: Große Unternehmen verfügen in 94 Prozent der Fälle über einen definierten und strukturierten Einstellungsprozess.

Software bringt 40 Prozent mehr

Bewerber gezielt zu selektieren, genau die richtigen einzuladen, strukturierte Gespräche zu führen und schnell zu entscheiden – das macht einen erfolgreichen Bewerbungsprozess aus. Software biete diese Professionalisierung und zahle sich am Ende aus, so Hanno Renner, CEO von Personio bei der Vorstellung der Studienergebnisse. Auch hier haben Großunternehmen die Nase vorn: 34 Prozent nutzen in ihrem Bewerbungsprozess HR-Software. Bei kleinen Unternehmen sind es dagegen nur 12 Prozent. Die Rechnung ist einfach: Wer Software für das Bewerbermanagement einsetzt, selektiert besser vor. Er lädt weniger Bewerber zu Gesprächen ein, die aber eine höhere Aussicht auf ein Matching haben. Am Ende resultieren aus der Gesamtzahl der Bewerber zwar prozentual genauso viele Neueinstellungen (4,8 %) wie bei Unternehmen, die keine Software nutzen, aber die Firmen können deutlich mehr Erfolgsgespräche dieser Art führen. So kommen digital aufgestellte Personalabteilungen auf 44 unterzeichnete Arbeitsverträge, während Unternehmen, die keine digitale Lösung im Einsatz haben, nur 16 Neueinstellungen erzielen.

Die Erkenntnisse scheinen in den Personalabteilungen nur teilweise angekommen zu sein. So planen gerade einmal 8 Prozent der befragten Unternehmen die Anschaffung von digitalen Bewerbermanagement-Lösungen in den nächsten 12 Monaten.

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