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Digitale Produktentwicklung: Prozesse und Tools sind wichtiger als Geld

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Die digitalen Vorreiter würden das Thema Personalisierbarkeit daher schon früh im Entwicklungsprozess mitdenken, sagt Jochen-Thomas Morr, Experte für digitale Produktentwicklung bei PWC Deutschland. Das wirke sich auch umsatzseitig aus. So würden die von der Studie identifizierten Spitzenreiter heute schon 30 Prozent ihres Umsatzes mit digitalen Produkten und Services erzielen.

Herausforderung Cybersicherheit

Durch die wachsende Bedeutung von Daten in der Produktentwicklung steige allerdings auch die Relevanz des Themas Cybersicherheit, heißt es im Report. Hier bestehe bei den meisten der befragten Unternehmen noch „großer Nachholbedarf“: So setzen sieben von zehn (71 Prozent) keine oder „nicht ausreichend ausgereifte“ Prozesse zum Schutz vor Cyberrisiken in der Produktentwicklung ein.

Auch in diesem Punkt seien die Digital Champions weiter: Mehr als die Hälfte von ihnen hat erklärt, dass IT-Sicherheitsmaßnahmen immerhin „fester Bestandteil ihres Projektmanagements“ seien. Aber auch bei ihnen gebe es Nachholbedarf, gerade wenn es darum gehe, Risiken nach einem klar definierten Risikoprofil zu unterteilen und zu priorisieren, schreiben die Studienautoren.

Digitale Tools werden wichtiger

Die Studie zeigt auch, dass die meisten der befragten Unternehmen bereits Schritte zur digitalen Produktentwicklung unternommen haben: So würden knapp zwei Drittel „ko-kreativ“ arbeiten, und jeweils etwa die Hälfte setze Prozesssimulationen, digitale Prototypen und Tools zum Management des Produktportfolios ein.

In den kommenden drei Jahren wollen die Unternehmen die Nutzung dieser Tools offenbar weiter ausbauen, und zwar verstärkt in den Bereichen Datenanalysen und KI, agile Entwicklungsmethoden, Social Listening sowie digitale Zwillinge. Auch wenn die digitalen Champions beim Einsatz digitaler Tools heute führend sind, gebe es auch bei ihnen Verbesserungspotenzial, sagt die Studie.

„Um ein wirklich integriertes digitales Ökosystem zu erreichen, müssen Unternehmen die vier Felder Kundenlösungen, Geschäftsbetrieb, Technologie und Mitarbeiter in den Blick nehmen“, rät Reinhard Geissbauer. In Gänze habe dies noch keines der befragten Unternehmen erreicht, sagt er.

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