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Digitalisierung ohne Kulturwandel funktioniert nicht

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Ressourcen für Coachings und Trainings

Darüber hinaus weisen die Studienergebnisse darauf hin, dass digital fortschrittliche Unternehmen in ihre Mitarbeiter investieren und Ressourcen für entsprechende Coachings und Trainings sowie Wissensmanagement zur Verfügung stellen.

Außerdem würden Unternehmen ihren digitalen Charakter fördern, indem sie mehr Talente mit „starkem digitalem Kulturverständnis” anheuern, wie es heißt. Neue Ansätze, die Fortschritte messbar machen, dienten zusätzlich als Erfolgsbeleg und seien Motivationshilfe für weitere Schritte.

Die vielleicht gute Nachricht für so manches etwas abgehängte Unternehmen: Längst nicht alle digitalen Kompetenzen können und müssen bereits in der Firma vorhanden sein, beruhigen die Studienautoren. In Deutschland würden daher rund ein Drittel der Großunternehmen mit Startups zusammenarbeiten.

Auch für Mittelständler könnten Zukäufe oder ein entsprechendes Netzwerk Wege sein, um früher an Innovationen zu gelangen und wichtige Erfahrungen mit einer digitalen Kultur zu sammeln, heißt es in der Studie. Neu gegründete digitale Geschäftseinheiten, die Teile oder das gesamte Digitalgeschäft bündeln, würden dem kulturellen Wandel ebenfalls den Weg ebnen.

„Trial and Error” als Erfolgsrezept?

Jedes zweite Unternehmen, nämlich 50 Prozent, mit einer ausgeprägten digitalen Kultur führe eine solche Geschäftseinheit ein und passe ihre Prozesse an. Demgegenüber habe keine einzige der befragten Firmen mit gering ausgeprägter digitaler Kultur eine digitale Geschäftseinheit aufgebaut.

Grundsätzlich könne eine entsprechende Organisationsstruktur dabei helfen, neue Ansätze auszuprobieren. Laufe irgendwann alles wie beabsichtigt, so könne das Gelernte dann auf die gesamte Organisation ausgerollt werden, schlagen die Autoren vor.

Studienteilnehmer nach Ländern (Grafik: Capgemini)

Studienteilnehmer nach Ländern. (Grafik: Capgemini)

Man spreche bei der Digitalisierung von der Umstellung der gesamten Organisation auf das digitale Zeitalter, heißt es von Capgemini. Für Unternehmen bedeute das nicht weniger, als „kulturell neue Schaltkreise einzuziehen, neu zu denken und neu zu interagieren”. „Ohne den Willen und die Unterstützung aller Mitarbeiter kann das nicht funktionieren”, sagt Claudia Crummenerl.

Für die Studie sind qualitative Interviews mit 20 Wissenschaftlern und Vorreitern der digitalen Transformation geführt worden. Darüber hinaus wurden 1.139 Arbeitnehmer „verschiedenster Branchen” aus mehr als zehn Ländern und zehn Experten aus digital fortschrittlichen Unternehmen befragt. Das Forschungsprojekt ist eine Weiterführung der globalen DTI-Studie „The Digital Culture Challenge: Closing the Employee-Leadership Gap”.

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