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Kolumne

Digitale Transformation: Abwarten ist die falsche Strategie

(Bild: Shutterstock / SFIO CRACHO)

Warum warten viele Unternehmen immer noch ab, wie ihre Produkte durch die Digitale Transformation entwertet werden? Das war schon lange vorhersehbar, und verlorene Zeit lässt sich nie wieder aufholen.

Neulich hatte ich wieder einmal „Being Digital“ von Nicholas Negroponte in der Hand. In diesem Buch, das 1995 erschien, steht im Grunde schon alles drin, was man über die Digitale Transformation wissen muss. Okay, ich gebe zu, das ist ein wenig übertrieben. Dennoch, viele Unternehmen wären heute besser dran, wenn ihre Chefs damals „Being Digital“ in die Hand genommen und sich ein paar Gedanken darüber gemacht hätten, was die Digitalisierung für ihre Branche und ihr Unternehmen bedeuten könnte.

Wo das hinführen soll, war schon vor 20 Jahren bekannt

Denn dass Bits gegenüber Atomen unglaublich viele Vorteile haben, ist nicht erst seit gestern plausibel. Dass dadurch mittel- und langfristig alles digital sein wird, was sich nur irgendwie digitalisieren lässt, konnten vorausschauende Menschen schon vor mehr als 20 Jahren voraussagen: Nicholas Negroponte schrieb für einige Branchen sogar im Detail auf, welche Ereignisse und Konsequenzen aus seiner Sicht mit der Digitalisierung einhergehen. Er behielt oft recht – man hätte es also wissen können.

„Why Software Is Eating The World“, erklärte Marc Andreessen 2011 im Wall Street Journal – auch schon wieder fünf Jahre her. Trotzdem schien das damals für viele immer noch eine Neuigkeit zu sein. Warum ist eigentlich in vielen Branchen so wenig passiert? Warum warten viele immer noch seelenruhig ab, wie ihre bestehenden Produkte durch die Digitalisierung kommodifiziert, also austauschbar werden und dadurch an Wert verlieren? Warum ist die Größe der Herausforderung erst so spät und zum Teil anscheinend immer noch nicht richtig erkannt worden?

Stichwort: Informatikunterricht

Nun ist es so, dass auch das scheinbar Offensichtliche nicht für jeden gleichermaßen offensichtlich ist. Die Erkenntnis ist vielmehr an gewisse Voraussetzungen geknüpft. Zunächst einmal gehört dazu ein Grundverständnis digitaler Informationstechnik. Das ist nach wie vor weit weniger verbreitet, als es aus meiner Sicht wünschenswert wäre. Hier sind sicher die Schulen zu nennen, in denen die Informatik auch heute noch ein Schattendasein fristet. Meine eigene Schulzeit liegt schon so lange zurück, dass inzwischen bereits die nächste Generation ihre Schulzeit hinter sich gelassen hat. Manchmal habe ich dennoch den Eindruck, dass der Informatikunterricht im Vergleich zu damals heute eher schlechter als besser geworden ist.

Gewichtiger noch scheint mir aber eine Art kollektiver Verdrängungsmechanismus zu sein. Solche Mechanismen wirken auch in anderen Lebensbereichen. Zum Beispiel lässt sich kaum behaupten, dass die Flüchtlingskrise des Jahres 2015 quasi aus heiterem Himmel kam. Wer wollte, konnte auch schon in den frühen 90er Jahren wissen, was da auf uns zukam. Seit den 80er Jahren stieg bereits die Zahl der Asylanträge, 1992 beherrschte das Thema schließlich die Schlagzeilen. Damals wurde, ähnlich wie auch jetzt wieder, eine provisorische Lösung gefunden, um das Thema vom Tisch zu bekommen. An die Grundsatzproblematik traute und traut sich niemand heran. Die Konsequenzen wären einfach zu dramatisch.

So lange das Bestandsgeschäft funktioniert, ist der Veränderungssdruck gering. Und wenn das Bestandsgeschäft erst einmal nicht mehr so gut funktioniert, ist es meistens auch schon zu spät.

So läuft das auch in vielen Unternehmen. Überall gibt es kluge Leute, die wissen oder wenigstens ahnen, was auf sie zukommt. Sie werden aber häufig – eher: wenn überhaupt – zu spät gehört. So lange das Bestandsgeschäft funktioniert, ist der Veränderungssdruck gering. Und wenn das Bestandsgeschäft erst einmal nicht mehr so gut funktioniert, ist es meistens auch schon zu spät. Dann sind nicht mehr genügend Mittel vorhanden, um große Investitionen in Innovation zu stemmen. Außerdem fehlt die nötige Zeit. Als 2000/2001 die erste Internetblase platzte, legten sich gerade in Deutschland viele Unternehmen wieder schlafen. Das Thema Internet wurde vom CEO aus so lange nach unten delegiert, bis es beim Praktikanten angekommen war. Es dauerte entsprechend lange, bis es von dort wieder in die Chefetage geklettert war.

Verlorene Zeit?

In der Zwischenzeit haben unzählige Startups weiterhin fleißig Fakten geschaffen. Einige davon, darunter Namen wie Google, Facebook oder Amazon, zählen heute zu den großen Spielern. Die verlorene Zeit lässt sich nie wieder aufholen. Denn das Innovationstempo der digitalen Welt ist so hoch, dass mit konventionellen Mitteln wenig auszurichten ist. Es braucht schon eine Verzehnfachung des Kundennutzens, um hier mithalten zu können. Darin allerdings liegt tatsächlich die große Chance. Schließlich ist noch längst nicht alles digital, was sich prinzipiell digitalisieren lässt. Neue, digitale Produkte, die zehnmal so gut sind wie das, was den Konsumenten heute angeboten wird, sind möglich.

Sie müssen nur erfunden werden.

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7 Reaktionen
digitalinsight

Ich kann dem nur zustimmen.

Viele Möglichkeiten zur Digitalisierung sind schon lange bekannt. Viele davon bieten auch einen einleuchtenden Nutzen, der jedem klar ist. Trotzdem scheitern Digitalisierungsprojekte oft am fehlenden Veränderungswillen.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch das Cluetrain-Manifest: Hierin wurden schon 1999 einige Eigenschaften des Webs beschrieben, die auch heute noch nicht in vielen Köpfen angekommen sind.

Alles geht kaputt

Es gäbe nix konservativeres als

Aber wenn die Existenz vernichtet ist, weil die Software nicht geliefert hat, lässt man solche extrateuren Experimente lieber.
Nenn drei erfolgreiche Bitkom-Projekte und erkenn endlich die Ehre Deiner Branche.

Nenn drei erfolgreiche google-Projekte und erkenn die Ehre Deiner Branche.
Oder drei Facebook-Übernahmen: Oculus, Whatsapp, haben ein schlechtes Image und das SEIT der Übernahme weil NICHT geliefert wurde..
Oder drei erfolgreiche Yahoo-Käufe (Summly).

Usw.
Ein halbes Jahr vor Flüchtlingskrise in Deutschland gabs die Welle schon in Asien.
Wenn Du mir ein Land nennen würdest, wo Programmieren nicht mit prohibitiven Strafen und Kosten verhindert wird, hättest Du längst ein WikiNews und die anderen 10 Punkte von
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
und man hätte Deutschlands Bundestag offiziell gefragt: "Asien Flüchtlingskrise ist Deutschland vorbereitet ? " Oder "KfzBriefe sind nix mehr wert wenn E-Smart-Cars kommen. Was tun die Sparkassen ? Billig von Heuschrecken aufgekauft werden ?"
Oder "Ist ihr DAX-Konzern gegen die kommende Rezession gesichert oder müssen sie wie die AutoFirmen mit Zilliarden mal wieder gerettet werden weil sie keine Rücklagen und Rückstellungen gebildet haben ?"
DIe Nächste Krise wird der Untergang. Denn keiner kauft jemals wieder Benziner. E-Cloud-SMART-Cars werden die dominante KFZ-Form wie die Smartphones die Tastenhandies vernichtet haben oder der Trabbi ausgestorben ist.

Die Informatiklehrer lernen Maschinenmodelle und Theorie der Berechenbarkeit also die harten Theorievorlesungen. Computerkunde für im wahren Leben ist was anderes als pure Informatik.
Lernt man Auto/Fahrrad-Fahren und Wartung/Autoreifen wechseln oder reinen Maschinenbau ? Na also.
Computerkunde für im wahren Leben statt Informatik der Algorithmen ist ja wohl viel sinnvoller.
Das man in Excel Formeln und SQL-Datenbanken nett darstellen und mit Script-Engines Windows/MacOS-Tasks automatisieren lernt, spricht ja nicht dagegen.
Gesunde Inneneinrichtung, Biologische Putzmittel und wasserlösliche vs. Lösemittel-Haltive Farben in Hauswirtschaft auswählen lernen ist was anderes als Bau-Statik und Chemie und Physik.

Dez 2002: http://www.informationsdienst.ruhr/archiv/detail/archiv/2002/december/artikel/nrw-studenten-haben-mangelhafte-mathe-kenntnisse.html
Okt 2016: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/nrw/Studenten-sind-zunehmend-studierunfähig-article3390759.html
Ich wollte das kostenlose Schulsystem programmieren egal in welchem Land. Keiner glaubte mir. Doch letztes Wochenende wurde meine Vorhersage bewiesen:
http://www.spiegel.de/panorama/bundeskriminalamt-bewerber-scheitern-am-deutschtest-a-1124217.html

Die Zukunft ist vorbei.
Denn Konzerne liefern nicht sondern nur überlegene Einzelpersonen wie Musk, Steve Jobs oder letzte Woche GeoHot.
Und hier wird man in Regularien und Softwarepatenten an der Verbesserung gehindert.
Bald gehört hier alles den Chinesen wie schon IBM-PC-Produktion, Medion und Kuka und fast Aixtron.

Das Land geht kaputt. Verbesserungs-Programmierung ist verboten.
Die Rezession kommt noch. Es gab immer eine Rezession und wie Blutvergiftung wandert sie zum Herzen: Holzmann, ... dann BANKEN UND AUTOFIRMEN 2008. Eurokrise als Zentralbanken. Nullzins-Politik über Jahrzehnte ! Die Erdöl-staaten gehen pleite wenn keiner mehr tankt und Venezuela und Mexiko sind keine Bonzen-Länder. Kanada schmilzt. Guck doch nur eine Folge ice-road-truckers und überleg mal das 100% des Kanada-Haushalts in den Bau fester Straßen fliessen müssen statt mit dem Truck drüberzuglätten und dan Permafrost stabile Strafen für ein paar Euro pro Kilometer zigtausende Kilomeder durch Kanada - das ich glaube ZWEITGRÖßTE LAND DER WELT - zu haben. Baiu doch mal einen Berliner Flughafen...
Na also.

Nenn Drei Erfolge der Bitkom. Na also. Jeder kleine Mittelständler weiss haargenau und kann bei news-google nachlesn wie teuer und schädlich Software häufit ist. Denn Verbesserung wird wirksam verhindert.
Sogar freie überlegene Firmwares werden verboten damit unsichere Firmwares JAHRELANG die Router unsicher machen dürfen:
http://www.deutschlandfunk.de/hackerangriff-bei-telekom-sicherheitsluecke-war-bereits.676.de.html?dram:article_id=372659
http://www.golem.de/news/lockdown-befuerchtet-die-eu-verbietet-freie-router-software-oder-doch-nicht-1602-118859.html

Finde endlich ein Land wo Programmieren erlaubt ist. Von dort kommt dann die Verbesserung.

Vielleicht nur Deutschlandfunk hat so eine klare Headline. Die anderen Medien brauchen wohl die Einnahmen für DSL- und Handy-Vertrags-Werbung.
Man muss funktionierende Systeme aufbauen. Das Establishment wird sich nicht ändern.
Musk baut die Solarzellen, Akkupacks und die Autos. Alles aus einer Hand und man kann fahren während die USA den Strom abschalten wenn die Klimaanlagen den Strom leer saugen oder der Hurrican Sandy mal wieder New Jersey überflutet hat und in New York die Keller voll liefen und Hochhäuser teilweise deshalb keinen Strom mehr hatten. Sicher lustig...
Niemand traut dem USA-Stromnetz.
Und wie auch nicht mehr: wikipedia : Münsterländer_Schneechaos#Diskussion_um_Strommastenstahl

Das Land geht kaputt. Die Zukunft ist vorbei.
Oder nenn endlich ein Land wo man Verbesserung programmieren darf.
Und zwar OHNE prohibitive Strafen und Kosten:
http://www.golem.de/news/in-app-purchase-patent-lodsys-traut-sich-nicht-vor-geschworene-gegen-kaspersky-1310-101951.html
http://www.golem.de/news/patentstreitigkeiten-mit-uniloc-x-plane-entwickler-bittet-um-spenden-1209-94602.html

Lars

Was sollen die ständigen Heul-die-ganze-Welt-ist-schlecht-Kommentare eigentlich? Die liest doch sowieso niemand...

Alles geht kaputt

April-2016: http://meedia.de/2016/04/05/rundfunkbeitrag-nicht-gezahlt-gez-rebellin-wieder-aus-haft-entlassen/
such "Ländersache".
Hat das auch keiner gelesen ? Daraus wurde nämlich innerhalb diesen Monats also 8 Monaten und somit schneller als der Berliner Flughafen oder die Paragraf-103-Abschaffung oder schneller auch als wohl WiFi-im-ICE:
http://meedia.de/2016/12/06/afd-fordert-abschaffung-der-rundfunkgebuehren-weiss-aber-nicht-was-sie-stattdessen-will/

Wenn man das der AfD-Spitze des Bundes und alle Länder vorzeigt, erkennen sie schnell, wie viele gute KOSTENLOSE Ideen das kleine ignorierte und oft schikanierte Bürgervolk hat und werden die Volks-Verbesserungs-Partei. Viel Spass mit den Folgen...

Windows hat sich auch über Linux lustig gemacht und wollte es verbieten. Der AfD-Wahlerfolg von Berlin wurde vielleicht auch durch bezahlte V-Leute verhindert oder die Koalitions-Beteiligung durch deutliche Positionierung.
http://meedia.de/2016/11/24/afdfragen-so-veralbern-twitter-nutzer-die-afd-fuer-ihre-630-fragen-zu-ard-und-zdf/
"Zuerst lachen sie über dich, doch dann nimmst Du ihnen die Butter vom Brot" ist ein klassisches Zitat vieler Linux-Fans. Nahles hat mit dem Mindestlohn ja auch Schröder-Trittin-Fischer rot-grün besiegt weil die damals dagegen waren obwohl die Neue-Markt-Firmen das aus den Zillionen hätten locker zahlen können.

Aber das hier wurde nicht verhindert von vielleicht bezahlten V-Leuten:
http://meedia.de/2016/12/14/streit-in-wikipedia-community-afd-funktionaer-magister-ins-hoechste-schiedsgericht-gewaehlt/
Einzelne Macher bringen das Land voran und keine Hinterzimmer oder Verhinderungs-Aufsichts-Räte.

Überleg Dir welche Welt du willst und ob es nicht besser wäre, endlich einen Ort zu nennen wo man ohne hohe Kosten und Strafen endlich programmieren darf.

Bald ist Bundestags-Wahl. Die Linke und SPD werden wohl Vermögens-Steuer einführen und ich glaube Bundes-Grüne haben es auch beschlossen. Oder AfD kommt mit in die Regierung.

Das Zeitfenster schliesst sich. Bist Du für oder gegen Mittelständler mit Haus-Tarif-Vertrag ? Da Du das hier liest, arbeitest Du vielleicht für einen Mittelständler.
Jeder sollte sich überlegen, ob er die Vebesserungs-Programmierung nicht endlich mal ermöglichen sollte. Der Firmensitz ist egal. Die Apps kommen aus dem Appstore und der Rest ist in der Cloud. Diese Mittelständler kennen und beliefern die ganze Welt und sind oft Welt-Markführer. Für Medizin gibts ja auch nur Siemens, Philips und General Elektric oder für Glühlampen Osram (jetzt teilweise Chinesisch) und Philips hier in Europa. Oder Bosch bei Auto-Elektrik.
Also ? Wo darf man Verbesserung programmieren ? Oder soll ich mich mit dem AfD-Funktionär zusammen tun ? Seit 15 Jahren will ich ein kostenloses Schulsystem programmieren und damit ganze Staaten entschulden weil die Lehrerkosten nicht mehr existieren. Das mache ich auch für Erdogan damit alle Deutsch-Türken die letzten Lehrstellen kriegen oder für Putin damit alle Ost-Europäer (die sind viele hier, siehe die gigantischen Eurovision-Anrufzahlen für Ost-Europa aus den westlichen/südlichen Europa-Ländern !) die letzten Lehrstellen bekommen und gutes deutsches Handwerk lernen.
Geld braucht man keines und man würde sogar Steuern zahlen. Die üblichen Länder für Investments wollen tausende ungelernte Arbeiter, Näher beschäftigen oder tausende Leute auf Bauprojekten. Die sind an verbesserungsprojekten nicht interessiert weil das deren - oft genug dank Übervölkerung übervölkerten - Arbeitsmarkt nicht rettet.

Also: Irgendwer hat es gelesen und die AfD (und weder CDU, CSU, FDP oder Grüne oder Linke) es realisiert und als Forderung gestellt: Wenn AfD daraus lernt, machen bald frewillige Rentner und Hausfrauen per Tablett 90% deren Argumentationen und Forderungen WIRKSAM und AfD wird aus Dank gewählt wie es für jede ehrbare Partei gelten sollte welche die kommenden Generationen nicht überschuldet.

Denn die Crowd ist immer schlauer als das Individuum oder diese Lobby-Hinterzimmer-Darkrooms denen es nur darum geht, die Taschen zu füllen und noch reicher zu werden als nötig.
Es gibt ein paar Demokratie-boostende steuer-zilliarden-einsparenden und volksverbessernden Trivial-Programmierungen. Wiki-News beispielsweise. News.Google wird immer unbrauchbarer beim Auffinden älterer Referenzen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
Irgend ein Land ermöglicht es vielleicht.
Das hier ermöglich das jedes Tatamobil und jedes China-Auto zum Smart-Car für $1000 wird ! Neue Felgen kosten oft mehr:
http://www.golem.de/news/autonomes-fahren-comma-one-veroeffentlicht-bauplaene-fuer-geohot-nachruestsatz-1612-124815.html

Einzel-Leistungen bringen die Menschheit voran. Denk dran. Fischer hat die Fischer-Dübel erfunden (und Fischer-Technik) oder Aldi+Lidl die Discounter welche England aufgerollt haben und sich in USA breit machen. Elon Musk, Geohot, Gutenberg war auch keine Holding-Kette-Steuerspar-Abschreibungs-Projekt mit Aufsichtsrat, der Erfinder der Windmühlen, der Erfinder der genauen Schiffs-Uhr damit nicht mehr tausende grausam und brutal ertrinken, Wechselstrom-Tesla wurde von Gleichstrom-Edison nach Jahrzehnten der Bekämpfung zum Nachteil des Volkes (NTSC, 110 Volt,...) besiegt:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Das-Aus-fuer-oeffentliche-Gleichstrom-Versorgung-197183.html
Für FPGAs, 3D-Drucker, frontalismusfreie Digital-Schulen/Digital-Bildung und natürlich Videobrillen als Ersatz fast aller Monitore war ich schon vor 15 Jahren. Deutschland hätte Millionen einnehmen können und überall gäbe es kostenloses Wifi. Ist wohl nicht so wichtig.
usw. Als Mittelständler weiss man das und sollte der Unterhöhlung Deutschlands durch zillionenfache Smart-Car-Cloud-Basierte Arbeitslosigkeit besser mal wirksame Mittel entgegensetzen. BITKOM-Software von WINTEL oder Schwarz-Gelb und Rot-Grün gehören vielleicht nicht dazu.

Es gab immer eine Rezession. Welchen Job wirst Du danach noch haben ?
Nenn drei IT-Erfolge der Regierung.
Nenn drei Erfolge von WINTEL: Nvidia, AMD und Transmeta klein halten ?
Nenn drei Erfolge von BITKOM.
Nenn drei Erfolge von Telekom.
Nenn drei Erfolge von Bill Gates.
Nenn drei Erfolg von Google. Youtube und Google-Mail
Nenn drei Erfolge von Tim Cook: 5k-Bildschirme und Oled-Touchpads welche hoffentlich immer größer werden und bald auf der unteren Hälfte unter der Tastatur auch noch liegen und im Deckel für Kunden Daten anzeigen und Touchfähig sind. Vielleicht noch iWatch wobei ein Biegsames iPhone für ums Armgelenk natürlich das wahre Ziel ist. Na gut. Er kommt auf 3 Erfolge, ist aber wohl der einzige von der Liste.
usw.
Fang endlich mal an die Strukturen zu erkennen, welche den Volksvorteil nicht aufkommen lassen...

Frank Hilderts

Hallo Herr Recke,

Konservativ (oder auch: traditionell) geführte größere Unternehmen neigen als Gesamtheit (nicht nur der Vorstand) dazu, Tendenzen als Angriffe abzuwehren und das Stammgeschäft zu verteidigen. Kreativität und Flexibilität sind durch Prozesse ersetzt, man hält sich an die bewährten Regeln und stellt Leute nach Organigramm ein. Ab einer gewissen Lebensphase erlahmt das Interesse an revolutionären Erneuerungen. In vielen Vorstandsebenen gibt es zudem kaum gesteigertes IT-Wissen, manchmal ist man sogar stolz darauf: der teure gold-schwarze Kugelschreiber auf dem Papier stürzt nicht ab, lange Erfahrung zähle ja mehr als Big Data Analysen und privat käme man mit dem elektronischen Klimbim ja auch zurecht. Damit ein CEO, der die Zusammenhänge versteht und angehen will, in so einem Umfeld überhaupt auf grundlegende Marktänderungen reagieren kann, braucht er externe Einflüsse, die das Unternehmen in seinen Grundfesten herausfordern.
Ihre Haltung, dass man die Dinge ja absehen hätte können, wenn man nur gehört hätte, ist nicht hilfreich und auch nicht glaubwürdig. Dass die Lösung im Informatik-Unterricht in der Schule bestünde bestreite ich (wenngleich es in einem anderen Zusammenhang Sinn macht).

Martin Recke

Das Stammgeschäft zu verteidigen ist gut und richtig. Darin sind etablierte Unternehmen in der Regel sehr gut, sonst wären sie längst nicht mehr da. Nun ist es aber so, dass die Digitale Transformation das Stammgeschäft bedroht. Und darauf muss eine Antwort gefunden werden, bevor es zu spät ist. Oder es ist irgendwann zu spät. Für Neckermann und Quelle zum Beispiel war es bereits zu spät, Otto hingegen hat überlebt. Warum wohl?

Informatikunterricht ist selbstverständlich nicht die Lösung. Ohne Verständnis der grundlegenden Technologien wird es aber auch nicht gehen. Schüler lernen heute Physik und Chemie, weil es sich um Schlüsseltechnologien der Industriellen Revolution handelt. Schön und gut, aber über die Schlüsseltechnologie der Digitalen Transformation lernen sie eindeutig zu wenig. Und zwar nicht erst seit gestern.

Frank Hilderts

Sie verorten richtigerweise den Veränderungsdruck (meistens in Form von nachlassenden Umsätzen oder des Erwachsens neuer ertragsstarker Konkurrenz) als Anlass für Unternehmen, sich mit den Aspekten einer digitalen Transformation zu befassen. Inzwischen vorliegende bewährte Methoden und Guidelines können aber nicht auf der Form eines Frage-Antwort-Dialogs basieren, da strukturell hohe Hürden gegenüber einer grundlegenden Transformation ernst zu nehmen und nicht durch simple Forderungen oder öffentlich formulierte Erwartungshaltungen anzugehen sind:

z.B. in der Abteilungs-Spezialisierung: Der Einkauf kontrahiert unternehmensweit die Beschaffung und tut dies nach einem breiten kompromiss-immanenten Kriterienkatalog, nicht aber nach den technisch bestmöglichen Komponenten. Das Marketing setzt Werbeversprechen auf, ohne tiefere Kenntnis des Produkts aus eigener Anschauung und schafft so gefährliche Unterschiede zwischen Produktleistung und -versprechen. Die Entwicklung sucht nach dem technisch-wirtschaftlichen Optimum, nicht aber nach dem Maximum.

Oder an der dezentralen Arbeitsteilung: fast jede Abteilung trifft zwangsläufig immer wieder kleinere angebots- und leistungswirksame Entscheidungen. Jede Abteilung verfolgt aber andere Ziele, alle haben unterschiedliche Führungskräfte, die (hoffentlich) bestens miteinander auskommen. Für jede Abteilung ist das Produkt nur eines unter vielen, aber für niemanden ein echtes Anliegen. Jeder in der Entscheidungskette glaubt seine Pflicht zu tun, aber alle gemeinsam erarbeiten nur Mittelmaß – dies aber optimal.

Oder am Multitasking der Akteure: Abnehmer sind häufig nicht Endkunden, sondern Distributoren und Großhändler. Da sind große Auswahl und immer neue Produktvarianten wichtiger als DAS eine perfekte Produkt. Dadurch zwingt der Handel den Herstellern immer neue Iterationen bewährter Produkte auf. Statt Perfektion anzustreben, verzettelt man sich so in Dutzenden von Varianten.

Für solche Hürden gibt es eine bereits eine belastbare Methodik-Grundlage die sich bewährt hat – aber keine Frage-bezogenen Antworten, da diese auch die Frage verändert, oder die Hoffnung auf einen Informatikunterricht an den Schulen, der im öffentlichen Diskurs noch immer auf der Ebene der Anschaffung von Computern in Schulen irrlichtert.

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