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60 Prozent der Unternehmen haben keine richtige Strategie für den digitalen Arbeitsplatz

Der digitale Arbeitsplatz ist anerkanntermaßen wesentlich bei der Umgestaltung eines Unternehmens. Doch zur Umsetzung braucht es Konzepte. (Grafik: Shutterstock)

Der digitale Arbeitsplatz spielt bei der Transformation von Unternehmen eine zentrale Rolle. Dass viele sich mit der Ausgestaltung dessen schwer tun, legt nun eine Befragung von Führungskräften nahe.

Wenn ein Unternehmen sich im Zuge der Digitalisierung verändert, müssen natürlich auch die Mitarbeiter sinnvollerweise mitziehen. Das, was man gemeinhin „digitale Transformation am Arbeitsplatz” nennt, sei dann auch „ein eindeutig zu vernehmender Trend”, sagt die von der IT-Unternehmensberatung Dimension Data veröffentlichte Studie „Digital Workplace Report: Transforming Your Business”.

Auch wenn diese Feststellung platt klingt: Der Bericht hat auch ein paar interessante Ergebnisse zu bieten. Ein Wesentliches: Flexible Arbeitsplätze sowie der Einsatz innovativer Analyse-Technologien und künstlicher Intelligenz nehmen zu, wohingegen eine große Anzahl, nämlich 60 Prozent der befragten Unternehmen weltweit, zumindest bislang noch über „keine ausformulierte Strategie” verfügten, „wie sie Technologien für einen digitalen Arbeitsplatz zu ihrem Vorteil einsetzen”. Das könnte unter anderem daran liegen, dass die Unternehmen, so die Autoren der Studie, mit der Umsetzung der digitalen Transformation „vor allem Wettbewerbsvorteile erzielen und ihre Geschäftsprozesse optimieren” wollen.

Investitionen in AR-Technologien geplant

Der Bericht beschäftigt sich außerdem mit der Frage, wie sich Arbeitsplätze in Unternehmen von einer klassischen Büroumgebung hin zu digitalen Arbeitsplätzen entwickeln. Dabei, heißt es, werde deutlich, dass flexiblere Arbeitsweisen bei der Digitalisierung eine wachsende Rolle spielen würden. 40 Prozent der befragten Unternehmen hätten angegeben, dass sie Mitarbeiter beschäftigen, die Vollzeit von zu Hause arbeiten. Es werde zudem geschätzt, dass dieser Anteil innerhalb der nächsten zwei Jahre auf 56 Prozent steigt.

Zudem weisen die Autoren auf die „wachsende Bedeutung innovativer Analyse-Methoden” hin. 25 Prozent der Führungskräfte würden davon ausgehen, dass „noch innerhalb dieses Jahres neuartige Tools zur Analyse des Arbeitsplatzes, Augmented-Reality-Technologien sowie Micro-Learning, also das Lernen in kleinen Lerneinheiten, eine große Rolle spielen werden”, heißt es. Immerhin: Die Mehrheit dieser Führungskräfte plane auch, künftig in derartige Technologien zu investieren.

Vorteile der Etablierung neuer Arbeitsweisen

„Eine Vielzahl an neuen Technologien hat in den letzten Jahren einen umfassenden Wandel der Arbeitsplätze in Deutschland angestoßen. Die meisten Unternehmen – darunter auch die großen – wissen allerdings noch nicht, wie sie die neuen technologischen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil nutzen können”, stellt Andreas Weingarten fest, General-Manager Sales von Dimension Data in Deutschland.

Dabei – und das ist wiederum weniger überraschend – trage eine erfolgreiche Implementierung von neuen Arbeitsweisen laut der Studie angeblich „spürbar zum Geschäftserfolg bei”. So hätten immerhin 52 Prozent der Befragten angegeben, dass diese die Zeit bis zur Marktreife von Produkten verkürzen konnten. 51 Prozent würden Erfolge bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern sehen, und 45 Prozent hätten durch den Wandel ihren Kundenservice verbessern können.

Für den Bericht wurden weltweit 850 Führungskräfte aus Wirtschaft und IT befragt. Die Unternehmen mit 1.000 oder mehr Mitarbeitern repräsentieren verschiedene Branchen aus insgesamt 15 Ländern, verteilt auf fünf Kontinente.

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