Ratgeber

Digitaler Fußabdruck: 8 Tricks, um deine Spuren im Netz zu verwischen

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Nutzernamen, Profilbilder und Adressen austauschen

Leider ist nicht bei allen Online-Diensten eine Löschung auf Anhieb möglich. Oft lassen sich veraltete Nutzerkonten lediglich deaktivieren. Das ist ärgerlich, keine Frage. Trotzdem kannst du auch hier dafür sorgen, dass du als Person nicht länger mit einem Online-Dienst in Zusammenhang gebracht werden kannst. Ändere in solchen Fällen beispielsweise deinen Nutzernamen, ersetze die Profilbilder durch Fantasiebilder und entferne die hinterlegten Wohnanschriften und Zahlungsdaten.

Eine eigene E-Mail-Adresse fürs Netz

Wenn die auf einer Bewerbungsmappe angegebene E-Mail-Adresse dieselbe ist, mit der du dich auch im Netz austobst, haben Personaler oftmals leichtes Spiel. Tipp: Nutze immer zwei voneinander getrennte Mail-Adressen: eine für Privates und eine für alles andere im Netz. Das hat auch für die IT-Sicherheit einige Vorteile.

Anonymer surfen mit Browser-Plugins

Das beliebte VPN-Tool Zenmate tunnelt deinen Datenverkehr. (Screenshot: t3n)

Fast alle Websites analysieren ihre Besucher unbemerkt im Hintergrund. So werden beispielsweise Daten zur geographischen Herkunft, der Verweildauer oder den Mausinteraktionen gesammelt. Oftmals zu Werbezwecken. Dies lässt sich aber beschränken. Zum Beispiel bieten fast alle Browser aus einen Inkognito-Modus, der in den Einstellungen aktiviert werden kann. Dadurch werden Suchanfragen, besuchte Websites und eingegebene Daten nicht gespeichert.

Zusätzlich hilft auch die Nutzung von Tor-Projekt.

Das Recht auf Vergessen wahrnehmen

Manchmal hat man – etwa durch eine frühere Mitgliedschaft in Foren oder Communitys – öffentliche Einträge hinterlassen, die einem heute vielleicht peinlich sind, sich aber nicht eigenmächtig löschen lassen. Kontaktiere in so einem Fall den Administrator und bitte freundlich, aber bestimmt um Löschung. Dazu gehören auch öffentlich einsehbare Nutzernamen und E-Mail-Adressen.

Lassen die Postings außerdem Rückschlüsse auf deine Person zu, besteht ebenfalls ein Löschungsanspruch. Das Recht auf Vergessen hast du grundsätzlich übrigens auch, wenn du Suchergebnisse und Bilder zu deiner Person auf Google entfernen willst. Voraussetzung hierfür ist aber, dass deine Datenschutzrechte schwerer wiegen als das Interesse an der Verfügbarkeit der Suchergebnisse.

Newsletter abbestellen

Auch Newsletter werden gerne genutzt, um dauerhaft Daten über Internetnutzer zu gewinnen. Vor allem Onlineshops setzen auf diese Methode. Zum Glück lassen sich (unabsichtlich) genehmigte Abonnements meistens ohne große Mühe wieder abbestellen. Scroll dazu ans untere Ende aller Werbe-Newsletter in deinem Postfach und klickt auf den „Unsubscribe“- beziehungsweise „Abbestellen“-Button.

Habt ihr noch weitere Tipps für mehr Privatsphäre im Netz? Teilt es uns in den Kommentaren mit! 

Zum Weiterlesen:

Letztes Update des Artikels: 8. August 2017 

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Dein t3n-Team

2 Kommentare
i-love-webdesign

Der einfachste Tipp ist eigentlich. Poste nie etwas, was du auf offener Straße nicht auch laut sagen würdest. Dann ist man eigentlich gerade im Hinblick auf Social Media ganz gut aufgestellt.

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Klara
Klara

Nette Sache….? Hmm, das wäre alles eher eine „Notmaßnahme am Unfallort“. Von einem annähernd privaten Surfen und Spuren vermeiden, so wie es in Sicherheits- und Datenschutzkreisen gesehen wird, ist es noch weit entfernt.

Wer wirklich privat sein will und gleichzeitig in „Sozialen Medien“ unter Verwendung des Namens und realer Fotos sowie persönlicher Identifier aktiv ist, muss sich wohl irgendwas einfallen lassen, aber wirklich „privat“ geht dann einfach nicht mehr.

Sicherheit ist mit freiwilligen Einschränkungen verbunden, die man gerne akzeptiert weil der Gewinn größer ist. Dazu ist etwas Geduld und Willensstärke hilfreich, weil man eine gewisse Trägheit überwinden muss.

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