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Digitaler Musikvertrieb: Spotify Nr. 2 nach iTunes in Europa

Gerade wurde das Musikstreaming-Startup Spotify mit satten 1 Milliarde US-Dollar bewertet – dass das gerechtfertigt sein könnte, zeigt ein Report der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI). Spotify ist demnach auf europäischem Level die zweitgrößte Einnahmequelle für digitale Musik der Musiklabels, obwohl es nur in einigen Ländern verfügbar ist. Wo es auf dem Markt ist, kann es große Erfolge feiern und in zwei Fällen sogar Apples iTunes überrunden.

Der Report zeigt, dass die Einnahmen aus digitaler Vermarktung der Musik in Europa im Jahr 2010 insgesamt um 20 Prozent angestiegen sind. Plattenlabels sind allerdings noch immer sehr abhängig vom Verkauf physischer Tonträger (CDs, Vinyl), so dass die digitalen Absätze nur 20 Prozent der Gesamteinnahmen für das Jahr 2010 ausmachen.

Spotify ist in Norwegen und Schweden vor iTunes

Spotify ist derzeit noch längst nicht überall in Europa verfügbar, aber dennoch schon für Labels eine wichtige Einnahmequelle.

Alles in allem ist Spotify der größte digitale Einzelhändler für Musik in Norwegen und Schweden, genau wie sie dort bei der Nutzung die Nase vorne haben. Spotify ist die Nummer zwei in Europa, nach iTunes. Dabei lässt sich ein Konto für Spotify derzeit nur in Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden anlegen.

Der entscheidende Grund für den Spotify-Hype ist, dass im Musikmarkt viel Geld steckt. Der digitale Anteil macht global gesehen 4,6 Milliarden US-Dollar aus. Dabei werden bislang nur 29 Prozent der Umsätze über digitale Vermarktung weltweit generiert.

Wenn man sich die nationalen Märkte ansieht, wie zum Beispiel Finnland, kann man den wahren Effekt von Spotify für Labels und den Markt erkennen. Laut IFPI ist 2010 in Finnland der Absatz digitaler Musik um 87,5 Prozent im Vergleich zu 2009 angestiegen. Der wirkliche Gewinner sind jedoch „Abo-Bundles“, die dort um 1.400 Prozent auf 2,8 Millionen Euro angestiegen sind. Die Abo-Bundles sind zum größten Teil Services wie Spotify.

Spotify: Auch Einnahmen über Werbung nehmen zu

Eine weitere interessante Kategorie, die sich auf Spotify in Finnland bezieht, sind die werbegenerierten Einnahmen, welche von 785.000 Euro im Jahr 2009 auf 2,2 Millionen Euro 2010 angestiegen sind. Mit diesen Zahlen fällt es leicht zu behaupten, dass Spotify den Markt überrannt hat und so ernstzunehmende Einnahmen für die Labels abwirft.

Spotify ist auch in Schweden stark gewachsen, im Vergleich zu Finnland fällt das Ergebnis jedoch moderat aus. Nach einer Pressemitteilung der IFPI in Schweden hat das digitale Streaming 2010 um 162 Prozent zugelegt und somit einen Umsatz von 170 Millionen Kronen (19,3 Millionen Euro) erreicht.

Als Fazit lässt sich sagen, dass das Jahr 2010 für Spotify offenbar ausgezeichnet gelaufen ist. Da klingt es sogar glaubwürdig, wenn sich Daniel Ek sehr optimistisch zur Zukunft von Spotify äußert: „Wir haben mehr als 750.000 Abonnenten im ersten Jahr des Angebots gewonnen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auf dem Weg sind, in Kürze der größte Musik-Abo-Service der Welt zu sein.“

Weiterführende Quellen zu Spotify:

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