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Digitalgipfel: Telekom, Huawei und Nokia wollen Laternen für 5G nutzen

Ritchie Peng, President der Huawei Small Cell Product Line, zeigt die 5G Lampsite für Indoor. (Foto: Huawei)

Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung entwerfen Telekom, Huawei und Nokia zusammen Pläne, um 5G mit seinen vielen Antennen zu verwirklichen. An U-Bahn-Zugängen und Straßenlaternen sollen schnell und einfach Antennenstandorte entstehen.

Die Deutsche Telekom, Huawei, Nokia und das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (Fraunhofer IFF) wollen 5G-Antennen an neuen Standorten installieren und bestehende Sites leichter ausbauen können. Das gaben die Partner am 3. Dezember 2018 in dem Papier „Konvergente Netze im Aufbruch“ auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung bekannt. Small-Cell-Standorte für 5G seien Straßenlaternen, kommunale Hinweisschilder wie zum Beispiel an U-Bahn-Zugängen und Fahrgastinformationstafeln im öffentlichen Nahverkehr.

Laut dem Papier ist für die Einführung von 5G eine Verdichtung der Mobilfunkstandorte mit Glasfaseranbindung nötig. Dazu braucht es „enorme Tiefbauaktivitäten für die notwendige Glasfaserverlegung bis hin zu der Vielzahl der dafür auf lokaler Verwaltungsebene notwendigen Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse“.

Zusätzliche Makro-Standorte sollen errichtet werden

Um den Ausbau zu bewältigen, seien auf praktischer Ebene möglichst einfache und reibungslose Prozesse zwischen Betreibern und kommunalen Verantwortlichen wichtig. Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse müssten vereinfacht, standardisiert und digitalisiert werden. „Dies umfasst auch, eine höhere Akzeptanz für alternative Verlegemethoden wie Trenchingverfahren durch die Kommunen zu schaffen. Mit Blick auf einen erfolgreichen 5G-Ausbau muss neues Spektrum an existierenden Mobilfunkstandorten in Betrieb genommen werden“, heißt es in dem Papier. Diese sogenannten Makro-Standorte auf Gebäudedächern oder dedizierten Türmen unterlägen Begrenzungen unter baurechtlichen und zulassungstechnischen Rahmenbedingungen sowie ökonomischen Randbedingungen.

Gleichzeitig sei die Errichtung zusätzlicher Makro-Standorte nötig. Diese würden auf Gebäudedächern und Türmen errichtet werden, zum anderen aber perspektivisch auch an neuen Standorttypen wie Dachkanten.

Ingobert Veith, Director Public Policy bei Huawei, erklärte: „Wir freuen uns, zusammen mit der Telekom, dem Fraunhofer IFF und Nokia die Ergebnisse unseres gemeinsamen Papiers in der Plattform Digitale Netze und Mobilität vorzustellen.“ Die Fokusgruppe verfolge das Ziel, die aktuellen Entwicklungen und Problemstellungen im Kontext konvergenter Netze und deren zunehmender Komplexität darzustellen und Handlungsfelder aufzuzeigen.

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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Ein Kommentar
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Die Idee nennt sich Picozelle bzw. Femtozelle und ist z. B. in der Schweiz seit dem Aufbau des UMTS-Netz absoluter Standard für Bereiche mit vielen Nutzern oder schwieriger Topographie.

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