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Digitalisierung führt zu einem Stellenrekord für IT-Spezialisten und Ingenieure

IT-Sicherheit in Deutschland: Ingenieure und Hacker dringend gesucht. (Foto: Indeed)

Die Digitalisierung treibt die Nachfrage nach Ingenieuren und IT-Spezialisten voran. Zwei von drei Unternehmen im Mittelstand haben Probleme, geeignete Fachkräfte einzustellen.

Der neue Ingenieurmonitor meldet gegenüber dem Vorjahr 11,3 Prozent mehr offene Stellen für Ingenieure im zweiten Quartal 2018. Zwei Drittel der monatsdurchschnittlich 129.470 Vakanzen entfallen auf klassische Ingenieursstellen. Für jede dritte Stelle wird ein Informatiker gesucht, der über Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen IT und Elektrotechnik verfügt. Der Ingenieurmonitor ist ein quartalsweise erscheinendes Gemeinschaftsprojekt vom VDI und dem Institut der deutschen Wirtschaft.

Fachkräftemangel durch Projekte der Digitalisierung

Der Fachkräftemangel verstärkt sich weiter durch die stabile Entwicklung der Wirtschaft und die zunehmende Bedeutung von Digitalisierungstechnologien. Ob für autonomes Fahren, das Internet der Dinge oder die IT-Sicherheit, die Nachfrage nach Ingenieuren (inklusive Informatikern) ist und bleibt hoch. Die DZ Bank hat in einer Umfrage die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen des Mittelstands abgefragt. Jedes dritte Unternehmen plant demnach, in den nächsten drei Jahren sein Personal aufzustocken. Gelingt es ihnen nicht, die am Markt stark gesuchten Ingenieure und IT-Spezialisten für sich zu gewinnen, bleiben wichtige Projekte der Digitalisierung auf der Strecke. Damit sind das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch den Fachkräftemangel stark gefährdet.

Regionale Unterschiede und niedrige Arbeitslosenzahlen

Beim zugrunde liegenden Zahlenwerk lässt sich beobachten, dass die Informatik in der Hochschulstatistik der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften zugeordnet wird. Diese Klassifizierung unterstreicht die Überschneidungen beider Ausbildungsgänge und Berufsgruppen in der digitalen Wirtschaft.

Nicht unerwartet ist regional die Nachfrage nach Ingenieuren in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg mit gut 38 Prozent der gesamten Nachfrage besonders hoch. Den Mangel an Ingenieuren drückt die Engpasskennziffer anschaulich aus. Sie stellt die Relation von offenen Stellen je 100 Arbeitslosen dar. Liegt ihr Wert bei größer 100, lassen sich nicht einmal rechnerisch alle Vakanzen durch Arbeitslose besetzen. Da die Zahl arbeitsloser Ingenieure kontinuierlich sinkt, beläuft sich die Engpasskennziffer im zweiten Quartal 2018 auf 420 offene Stellen je 100 Arbeitslose. Werden nur die Informatikerberufe betrachtet, sind es sogar 566 Vakanzen. Diesen Rekordwert toppen lediglich noch die Bauingenieure mit 573 je 100 Arbeitslosen.

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