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Doch kein Google-Campus für Startups in der Hauptstadt – Aktivisten in Berlin erfolgreich

Protest gegen den Startup-Campus in Berlin. (Foto: dpa)

Google will doch keinen Campus für Startup-Firmen in Berlin-Kreuzberg eröffnen. Stattdessen soll nun eine soziale Einrichtung entstehen. Der geplante Campus hatte im Kreuzberger Kiez für Protest gesorgt.

In einem ehemaligen Umspannwerk im Berliner Stadtteil Kreuzberg soll nun doch kein Campus von Google für Berliner Startups entstehen. Stattdessen wird der Platz einer sozialen Einrichtung zur Verfügung gestellt, wie Google und die beteiligten Organisationen am Mittwoch mitteilten. Die Online-Spendenplattform Betterplace und der Verein Karuna für Menschen in Not übernehmen als Mieter den Aufbau des neuen „Hauses für soziales Engagement“.

Kritiker protestierten gegen Google-Gentrifizierung

Kritiker hatten gegen den Google-Campus protestiert, weil er nach ihrer Ansicht die Gegend verändert und teurer gemacht hätte. Google will nun nach eigenen Angaben in den kommenden fünf Jahren rund 14 Millionen Euro in Umbau, Ausstattung und Miete für das Haus stecken. Im September besetzten Aktivisten das Umspannwerk für mehrere Stunden, bis die Polizei es räumte.

Ist Google also vor den Protesten eingeknickt? „Wir lassen uns nicht von Protesten diktieren, was wir machen“, zitiert die Berliner Zeitung den Google-Sprecher Ralf Bremer. Man habe in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit Akteuren wie Karuna, Betterplace und anderen sozialen Organisationen aus dem Kiez geführt und sei zu dem Schluss gekommen, dass das neue Konzept für das Umspannwerk die beste Lösung für Kreuzberg sei.

Google will an Berliner Startup-Förderung festhalten – Büro in Mitte geplant

Googles will sich aber weiter für Berliner Startups engagieren. Laut dem Bericht wird das Team von Rowan Barnett, der sich um Googles Startup-Förderung in Deutschland kümmert, dazu ein neues Büro in Berlin-Mitte beziehen. Einen Google-Campus für Startups, wie es ihn bisher beispielsweise in Städten wie Sao Paolo und Madrid gibt, sei aber nicht mehr geplant.

Der zuständige Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) sprach von einem „Wendepunkt in der kontroversen Debatte“. Google sei auf die Forderungen von Politik und Nachbarschaft eingegangen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) merkte an, die neuen Pläne zeigten „die zunehmende Bedeutung von sozial und ökologisch orientierten Unternehmen und der nicht gewinnorientierten Ökonomie in Berlin“. CDU und FDP kritisierten das Aus des Campus dagegen und werfen dem rot-rot-grün regierten Senat Versagen beim Umgang mit dem Protest vor. sdr/dpa

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Eine Reaktion
Robert2Help

Sehr schön. Für Betterplace ist das wirklich der bessere Platz :) (hihi Wortspiel)

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