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„Don’t use Allo“: Edward Snowden warnt vor Googles AI-Messenger

Allo. (Bild: Google)

Der NSA-Whistleblower und Sicherheitsexperte Edward Snowden meldet sich zu Googles AI-Messenger Allo erneut zu Wort. Er warnt ausdrücklich vor dessen Benutzung.

Allo ohne automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Allo bietet nur eine optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. (Bild: Google)

Allo bietet nur eine optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. (Bild: Google)

Am Mittwoch hat Google den Startschuss für seinen neuen smarten Messenger Allo gegeben. Kurz nach dem offiziellen Release warnte Edward Snowden vor der Benutzung der Software, da der integrierte Google Assistant alles mitlese und analysiere, was wir schreiben. Mehr noch: Durch die Offenheit können bei Bedarf auch NSA und Co. auf die Inhalte zugreifen. In mehreren Tweets erläuterte Snowden die Probleme, die er und auch User mit der App haben sollten.

Mit dem Launch von Allo hat Google die Nutzungsbedingungen der App geändert: Obwohl das Unternehmen versprach, die Nachrichten nur kurz auf den Servern zu speichern, damit sie der Google Assistant analysieren und verarbeiten kann, bleiben sie nun so lange bei Google, bis der Nutzer sie manuell löscht.

Google begründet diese Entscheidung mit einer besseren Performance. Mit langfristig gespeicherten Chatnachrichten könne der Machine-Learning-Algorithmus die Daten besser analysieren, womit der smarte Assistant sich dem Nutzer leichter anpassen kann. Auf der Strecke bleibt dabei aber die Sicherheit der Nutzer, denn durch die zeitlich unbefristete Speicherung der Chats haben Behörden die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt auf die Daten zuzugreifen. Bei kurzzeitig abgelegten Nachrichten, wie es ursprünglich geplant war, hätten Behörden nur zum Start der Überwachung Zugriff auf die Daten.

Allo: Technik vor Privatsphäre

Google stellt bei seinem Messenger die zuverlässige Funktionsweise des Google Assistant in den Vordergrund, erst dahinter folgt der Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Gerade in in der Post-Prism-Ära sollte auch Google bewusst sein, dass die Sicherheit und Einhaltung der Privatsphäre wichtige Güter sind, die besonders in Messaging-Apps eine große Rolle spielen. Selbst der Platzhirsch Whatsapp besitzt eine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auf der Technik von Open-Whisper-Systems basiert. Diese steckt auch im Messenger Signal, den Snowden stets empfiehlt.

Wir stehen hier vor einem großen technologischen Dilemma, denn Google hat mit Allo einen spannenden und womöglich wegweisenden Messenger mit künstlicher Intelligenz im Angebot, mit dem uns das Leben erleichtert werden soll. Der Assistant wird künftig auch in anderen Google-Produkten zu finden sein, wo er sicherlich besser aufgehoben ist – denn er wird langfristig Google Now ablösen.  Womöglich ist Allo nicht der richtige Ort, den Google Assistant zu integrieren. Messenger sollten in erster Linie sicher sein und die Privatsphäre der Nutzer bewahren.

Ein erster Blick auf Allo
Allo ist die erste App mit dem Google Assistant an Bord. (Bild: Google)

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Passend zum Thema: Allo: Warum Googles neuer Messenger kein WhatsApp-Killer ist und Whatsapp-Alternativen: Das können Telegram, Threema, Wire und Co.

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