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Drei Milliarden: Geldregen für künstliche Intelligenz in Deutschland

Das Reichstagsgebäude, Sitz des deutschen Bundestags, in Berlin. Der Bund will KI mit Milliarden fördern. (Foto: Lenstravel/Shutterstuck)

Ambitionierte Pläne für die Förderung künstlicher Intelligenz: Laut einem Medienbericht erwartet die Digitalwirtschaft und Forschung rund um KI ein wahrer Geldregen.

Bis 2025 will die Bundesregierung insgesamt drei Milliarden Euro in künstliche Intelligenz (KI) investieren, geht aus einem Papier der großen Koalition hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Demnach soll das rund 80-seitige Papier unter dem Titel Strategie zur künstlichen Intelligenz am Donnerstag auf einer Digitalklausur der Bundesregierung beschlossen werden, die am Mittwoch begonnen hat.

Im Haushaltsjahr 2019 sind dem Bericht zufolge zunächst 500 Millionen Euro für die Umsetzung der Strategie eingeplant. Die Hoffnung der Bundesregierung: Die Investitionen sollen sich durch zusätzliches Engagement von Wirtschaft, Wissenschaft und Ländern mindestens verdoppeln. Durch die Forschungsförderung erhalten Unternehmen außerdem noch eine steuerliche Begünstigung, wenn sie KI-Projekte vorantreiben. Weitere geplante, konkrete Maßnahmen sind die Errichtung von KI-Kompetenzzentren und sogenannte Reallabore, in denen die Technologie erprobt werden kann.

Mindestens 100 zusätzliche neue Professuren im Bereich KI

Teil des Maßnahmenpakets sind laut der Wirtschaftszeitung aus Düsseldorf mindestens 100 zusätzliche neue Professuren im Bereich KI. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Wissensvermittlung zum Thema in kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Ein Großteil der Unternehmen in Deutschland – insbesondere der kleinen und mittleren – habe noch keine KI-Expertise, zitiert das Handelsblatt das Papier.

„Artificial Intelligence (AI) made in Germany“ soll zum Gütesiegel werden

Ziel der Pläne ist es dem Bericht zufolge, „Artificial Intelligence (AI) made in Germany“ zum weltweit anerkannten Gütesiegel zu machen. Auch die staatlichen Behörden in Deutschland sollen dazu beitragen und durch die Freigabe von Daten die Datenbasis von Unternehmen stärken. 2020 soll die KI-Strategie dann den Plänen zufolge auf Wirksamkeit überprüft und möglicherweise angepasst werden.

Als Keimzelle der deutschen KI-Forschung gilt das bereits 1988 gegründete Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) in Karlsruhe. Ein wirtschaftlicher Hotspot in Deutschland ist Berlin mit zahlreichen KI-Startups wie beispielsweise Parlamind, das eine künstliche Intelligenz für den Kundenservice entwickelt.

Globale KI-Studie von Adgard und Roland Berger.

Globale KI-Studie von Adgard und Roland Berger. (Grafik: Asgard)

Laut einer im Mai 2018 veröffentlichten Studie vom KI-Wagniskapitalgeber Asgard und Roland Berger kommen mit rund 1.400 die meisten KI-Startups aus den USA, gefolgt von 383 aus China und 245 aus Großbritannien. In Deutschland haben demnach 106 der KI-Startups ihren Sitz, Berlin schafft es im weltweiten Städteranking in die Top 10.

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