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Droh(n)en fliegende Pakete am Himmel? [Developer Week]

Drohnen bald als Paketzusteller? (Foto: Developer Week)

Amazon macht ernst in Sachen Paketzustellung per Drohen: Letzte Woche hat der Online-Händler bei der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA eine Erlaubnis zum Test der Drohnen an seinen Standorten beantragt. Werden wir demnächst also filigrane Mikro-Fluggeräte vor unseren Haustüren vorfinden, die ein Paket zustellen möchten?

Auf der IT-Entwicklerkonferenz Developer Week in Nürnberg wurde die Technologie der Drohnen anhand verschiedener Quadrocopter-Modelle vorgeführt, die von den Teilnehmern auch selbst gesteuert werden durften. Flugschullehrer Hannes Schmalzer entführte die IT-Entwickler in die Welt der Maker.

Schmalzer hält den Einsatz von Drohnen zur Paketauslieferung aktuell noch für Zukunftsmusik. Abgesehen von flugrechtlichen Hürden, die mit der Deutschen Flugbehörde erst mal geklärt werden müssten, ist die Technologie noch längst nicht ausgreift. Es brauche noch fünf bis zehn Jahre Forschung, bis die Drohnen tatsächlich Pakete zustellen könnten.

Hannes Schmalzer bei der Vorführung einer Drohne. (Foto: Developer Week)

Hannes Schmalzer bei der Vorführung einer Drohne. (Foto: Developer Week)

Entwicklungsbedarf sieht er insbesondere noch in der Präzision der GPS-Programmierung. Für eine Paketzustellung müsste die Drohne zentimetergenau orten können – die Abweichung der GPS-Daten beträgt derzeit jedoch noch bis zu zehn Meter. Zu ungenau für eine sichere Zustellung.

Drohnen sind nicht nur für den Online-Handel der Zukunft praktisch

Schmalzer erläuterte den Teilnehmern weitere Möglichkeiten des Drohen-Einsatzes: „Ich könnte mir beispielsweise gut vorstellen, dass Drohnen im Rettungsdienst großen Nutzen bringen können.“ Hierzu müssten Software-Entwickler die GPS-Daten mit Geodaten verknüpfen, um eine Topografie des Geländes zu ermitteln. Bei der Bergrettung könnten mit solch programmierten Drohnen zum Beispiel Menschen in Lawinen geortet werden, ohne das Leben der Rettungskräfte aufs Spiel zu setzen, ist Schmalzer überzeugt.

Spaß hatten die IT-Entwickler beim Ausprobieren der Quadrocopter allemal. Wer diese selbst mal testen möchte, kann kleine Quadrocopter bei Amazon zum erschwinglichen Preis von rund 50 Euro käuflich erwerben. Und die bekommt man (noch) auf dem herkömmlichen Weg per Post geliefert.

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