News

Drohnengesetz im Anflug: Was Hobbyflieger jetzt wissen müssen

(Foto: Shutterstock)

Auf und davon mit der Drohne? Eine neue Verordnung soll die unbemannten Fluggerräte in Zukunft stärker reglementieren. Geplant sind eine Plakette und eine Beschränkung der Flughöhe.

Um Unfällen mit Drohnen vorzubeugen, sollen für die unbemannten Fluggeräte in Deutschland künftig strengere Vorschriften gelten. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine Verordnung, die ähnliche Kennzeichnungspflichten wie beim Auto vorschreibt sowie eine Art Führerschein für die Nutzer von größeren Drohnen. Als maximale Flughöhe sind 100 Meter vorgesehen. Flüge in der Nähe von Flughäfen und über Wohngrundstücken werden verboten.

„Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre“, erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Bundesrat muss der Verordnung allerdings noch zustimmen.

Drohnenflüge: Viel mehr gefährliche Annäherungen im letzten Jahr

Schätzungen zufolge sind am deutschen Himmel schon mehr als 400.000 Drohnen unterwegs – Tendenz stark steigend. Immer häufiger kommen sie Flugzeugen und Hubschraubern in die Quere. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 64 gefährliche Annäherungen – fast fünfmal so viele wie im Jahr zuvor. Auch abstürzende Drohnen stellen eine wachsende Gefahr dar.

Um den Halter im Schadensfall einfacher ermitteln zu können, sollen Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm künftig eine Plakette mit dem Namen und der Adresse des Besitzers tragen. Wer größere Drohnen ab zwei Kilo außerhalb von Modellflugplätzen in die Luft bringen möchte, muss künftig eine staatliche Prüfung ablegen oder die Einweisung durch einen Luftsportverein nachweisen können. Zudem dürfen Drohnen grundsätzlich nicht mehr außerhalb der eigenen Sichtweite und in Höhen von über 100 Metern fliegen.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft sprach von einem „wichtigen Beitrag zur Stärkung der Sicherheit“. dpa/jsa

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
tobias_claren
tobias_claren

100m Höhe ist ein Witz.
Und beträfe das auch die Kameras an Gasballons die auch von Privatleute, Schulklasse(n) schon in zig km, oder gar bis 100km Höhe steigen gelassen wurden?
War das bisher erlaubt?

Und was ist weiterhin mit den Modellflugzeugen, die können ja wohl kaum davon ausgenommen sein.
Sind doch auch „Drohnen“. Wenn das nicht für die gilt, nach welchen technischen Maßstäben gelten dann die „Drohnenregeln“?
Es gibt ja auch Drohnen, die starten zwar senkrecht, aber dann fliegen Sie wie jedes Flugzeug mit Tragfächen und Propeller nach vorne (oder hinten).

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung