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DSGVO – 60 Prozent der Unternehmen haben keine Vollzeitstelle für Datenschutzexperten

(Grafik: Shutterstock)

Das Inkrafttreten der DSGVO hat dafür gesorgt, dass sich Firmen vermehrt mit Datenschutz auseinandersetzen müssen. Laut Bitkom herrscht aber ein Mangel an Experten auf dem Gebiet.

Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können schnell ins Geld gehen. Seit Inkrafttreten der DSGVO sollen laut Handelsblatt schon über 40 Mal Bußgelder verhangen worden sein. Erst Anfang der Woche war zudem Google zu einer Strafe von 50 Millionen Euro verurteilt worden. Unternehmen müssen sich daher verstärkt mit den neuen Datenschutzregeln auseinandersetzen. Dafür fehle aber oft das Personal, heißt es beim Bitkom.

Einer Umfrage des Branchenverbands zufolge haben 31 Prozent der Unternehmen in Deutschland lediglich eine Vollzeitstelle mit einem Mitarbeiter besetzt, der sich mit Datenschutz befasst. 59 Prozent der befragten Firmen steht weniger als eine Vollzeitstelle zur Verfügung. Nur wenige, vor allem große Unternehmen planen mehr Vollzeitäquivalente dafür ein. Bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitern setzen 28 Prozent auf vier oder mehr Vollzeitarbeitsplätze.

DSGVO: Firmen beklagen Fachkräftemangel bei Datenschutzexperten

Dass dennoch bei vielen Unternehmen so wenige Mitarbeiter im Datenschutzbereich tätig sind, liegt laut der Bitkom-Befragung auch am Fachkräftemangel. „Wer qualifiziertes Personal finden konnte, hat dies auch eingestellt“, sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung für Recht und Sicherheit. Für jene, die keine Spezialisten im Haus haben, heißt das, auf externe Beratung zurückzugreifen. Kanzleien und Rechtsberater mit Datenschutz-Know-how seien in den vergangenen Monaten vielbeschäftigt gewesen.

Nachdem die DSGVO einigermaßen verdaut ist, kommen allerdings bald wieder neue Vorgaben auf die Unternehmen und Experten zu. In den kommenden Monaten wird als DSGVO-Ergänzung die E-Privacy- und die E-Evidence-Verordnung beschlossen. Die derzeit auf EU-Ebene verhandelte E-Privacy-Verordnung steht allerdings in der Kritik. Der Bitkom etwa meint zu dem derzeitigen Entwurf, dass dieser Softwareupdates gefährde und werbebasierte Geschäftsmodelle im Internet einschränke.

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