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Ratgeber

DSGVO: Diese Änderungen kommen auf dein Online-Business zu (Teil 1)

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wirkt ab Mai 2018. (Grafik: Shutterstock)

Im Mai 2018 kommt die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) zur Anwendung. Darauf sind Unternehmen kaum vorbereitet. Ein erster Überblick der Änderungen und zu ergreifenden Maßnahmen.

In dieser Beitragsreihe möchte ich die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verständlich erklären sowie Checklisten und Handlungsvorschläge bieten. Denn angesichts des drastisch erhöhten Bußgeldrahmens, ist Untätigkeit der falsche Weg. Bevor es jedoch an praktische Anforderungen für Einwilligungen, Onlinemarketing, Auftragsverarbeitung und Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten geht, muss ein Überblick zu den Änderungen her.

DSGVO: Was ist die Datenschutzgrundverordnung?

Die DSGVO ist ein EU-Gesetz, das unmittelbar in den Mitgliedsstaaten wirkt. Sein Ziel ist es einen einheitlichen Rechtsrahmen zu schaffen. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Denn auch heute gleichen sich viele Datenschutzgesetze, werden jedoch von den Datenschutz-Aufsichtsbehörden der einzelnen Länder anders ausgelegt.

So ist es kein Geheimnis, dass im Hinblick auf die Datenschutzpraxis ausländische Unternehmen ihre Dependancen lieber in Irland als in Deutschland eröffnen. Ferner enthält das Gesetz sogenannte „Öffnungsklauseln“, die zum Beispiel im Hinblick auf den Beschäftigtendatenschutz, Datenschutzbeauftragte oder Videoüberwachung nationale Regelungen erlauben. So wird es beispielsweise auch wieder ein deutsches Bundesdatenschutzgesetz geben (BDSG).

Ebenso wird es auch auf der EU-Ebene Spezialgesetze geben, wie die E-Privacy-Verordnung, die gerade verhandelt wird. Sie enthält besondere Regelungen zum E-Mail-Marketing und nach derzeitigem Stand einen erneuten Versuch eine Einwilligungspflicht für Tracking- und Targeting-Cookies sowie vergleichbare Fingerprintingverfahren einzuführen.

Zusammengefasst: Die DSGVO ist zwar ein Schritt zu einer EU-einheitlichen Regulierung. Sie führt jedoch nicht unbedingt zu einer Vereinfachung des Datenschutzrechts.

Stichtag: 25. Mai 2018

Der Stichtag der DSGVO ist der 25. Mai 2018. Hört sich noch weit weg an, doch DSGVO sollte bereits heute beachtet werden. Denn die DSGVO ist bereits in Kraft getreten, entfaltet jedoch erst am 25. Mai 2018 ihre Wirkung. Es gibt weder eine Übergangsfrist noch sonstige Milderungsgründe für Unternehmen, die den Umstieg verpasst haben.

Aus diesem Grund sollten Unternehmen ihre Datenverarbeitungsprozesse bereits heute an die DSGVO anpassen. Denn bisherige Datenverarbeitungen und vor allem Einwilligungen werden nur dann gültig bleiben, wenn sie der DSGVO entsprechen.

Auch Google, Facebook und andere Tech-Giganten werden unmittelbar zur Beachtung des europäischen Datenschutzrechts verpflichtet. Die DSGVO betrifft nicht nur Unternehmen, die in der EU sitzen. Betroffen sind Unternehmen aus sogenannten „Drittstaaten“ außerhalb der EU, die Daten der EU-Bürger verarbeiten. Damit werden vor allem auch US-Anbieter wie Google oder Facebook der DSGVO unterfallen.

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3 Reaktionen
Wicked

Heißt das, dass ich im Mai bei Google und Facebook anklopfen kann und die mir alle Daten die sie über mich und meinen PC haben raus rücken müssen? :)

Ich bin neugierig wie ein Unternehmen dann bei einer "Forderung afu Löschung der Daten" einer Person diese Daten aus den Täglichen oder evtl. schlimmer noch Stündlichen Sicherungen raus bekommen :)

Würde mich über eure Meinung/Antwort freuen!

Antworten
Jan .

Danke für den spannenden Artikel zu diesen herausfordernden Thema.
Ein Aspekt der mir inhaltlich allerdings zu kurz kommt, ist die Herausforderung für Unternehmen Mitarbeiter zu schulen. Aus meiner Sicht ist dies eine der am stärksten unterschätzten Aufgaben im Zusammenhang mit dem EU DSGVO.
Die DSGVO betrifft am Ende alle Mitarbeiter und alle Mitarbeiter im Unternehmen müssen daher zumindest ein gewisses Grundverständnis haben welche Anforderungen und Änderungen es gibt.
Wir haben uns beim Startup University4Industry diesem Thema angenommen und entsprechende Online Lerninhalte zur Schulung von Mitarbeitern erstellt. Zusammen mit Fachexperten von Siemens und Nokia wird dabei Praxisnah erklärt was zu tun.
Die Inhalte finden sich auf http://www.u4i.io/datenschutz.
Über jegliches Feedback (positiv, wie auch gerne kritisch) freuen wir uns sehr.

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