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Wegen der DSGVO: Instapaper sperrt vorübergehend europäische Nutzer aus

(Foto: Shutterstock)

Instapaper wird überraschend seinen Dienst innerhalb der EU aussetzen. Als Grund nennt die Pinterest-Tochter die Datenschutzgrundverordnung.

Das kam überraschend: Am 23. Mai 2018 hat Instapaper eine Mail an europäische Nutzer verschickt, in der mitgeteilt wird, dass der Dienst innerhalb der Europäischen Union für einen unbestimmten Zeitrahmen nicht verfügbar sein wird. Als Grund nennt der beliebte Bookmarking-Dienst die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai verpflichtend innerhalb der EU anzuwenden ist.

„Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und planen den Zugang zu schnell wie möglich wiederherzustellen“, heißt es in der Mail an Instapaper-Nutzer. Unklar bleibt allerdings, was den zum Bildernetzwerk Pinterest gehörenden Dienst zu dieser drastischen Maßnahme bewegt hat und warum notwendige Anpassungen nicht früher vorgenommen wurden.Immerhin gab es vor der Einführung der DSGVO eine zweijährige Übergangsfrist. Darauf angesprochen erklärte Instapaper-Entwickler Brian Donohue auf Twitter, dass er sich nicht zu den Details äußern könne.

DSGVO: Auch andere Unternehmen schließen EU-Bürger aus

Während Instapaper bald wieder in Europa verfügbar sein soll, haben andere Unternehmen und Dienste angekündigt, sich aufgrund der DSGVO vollständig vom europäischen Markt zurückzuziehen. Dabei handelt es sich zum einen um einige Datensammelfirmen, deren Geschäftsmodell grundsätzlich inkompatibel zu den neuen Datenschutzvorgaben ist. Darüber hinaus ziehen sich vor allem kleinere Anbieter und einige ältere Onlinespiele aus der EU zurück, bei denen sich eine Anpassung an die DSGVO aus finanzieller Sicht nicht lohnt.

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