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DSGVO: Die meisten glauben nicht an besseren Datenschutz

Was bringt die DSGVO wirklich? Nicht viel, fragt man die Internetnutzer. (Foto: Shutterstock)

Die Anforderungen der DSGVO stellen nicht nur Seitenbetreiber vor zahlreiche Herausforderungen. Auch Nutzer sind zunehmend genervt von der Cookie-Flut und sind nicht einmal davon überzeugt, dass ihre Daten nun besser geschützt sind.

Lediglich 17 Prozent der Menschen in Deutschland sind laut einer Studie davon überzeugt, dass ihre Daten durch die neue europäische Datenschutzgrundverordnung besser geschützt sind. Die von Unternehmen, Behörden, Vereinen und Website-Betreibern veröffentlichten Erklärungen zum Umgang mit Daten empfinden demnach 65 Prozent der Befragten als zu umfangreich, kompliziert und unverständlich, teilte die European NetID Foundation, Auftraggeberin der Studie, am Dienstag mit.

Das Inkrafttreten der DSGVO am 25. Mai habe dazu geführt, „dass das Internet mit Cookie-Hinweisen geflutet wurde“, sagte Jan Oetjen, Vorsitzender des Stiftungsrats. Der Studie zufolge bestätigt jeder zweite Nutzer die Cookie-Hinweise, ohne die Erläuterung zu lesen. Etwa ebenso viele Nutzer löschen die Cookies mindestens einmal pro Woche. Dabei bleibe aber auch das Surferlebnis auf der Strecke, sagte Oetjen. „Denn bei jedem erneuten Besuch einer Seite müssen die Cookies wieder und wieder bestätigt werden.“

61 Prozent der Befragten glauben demnach, dass Unternehmen künftig ebenso viele Daten sammeln wie bisher, dies aber transparenter darstellen. Daran, dass die DSGVO Konsequenzen für die Geschäfte amerikanischer Internet-Unternehmen haben wird, glauben demnach 58 Prozent nicht. 63 Prozent wünschen sich von den neuen Regeln mehr Klarheit darüber, welche Daten erhoben werden. 45 Prozent der Befragten sprachen sich für einheitliche Lösungen aus, die ihre Einwilligungen auf allen Websites speichern und anwenden.

Die European Net-ID Foundation wurde von Mediengruppe RTL Deutschland, Pro-Sieben-Sat.1 und United Internet (Web.de und GMX) gegründet und bietet den offenen Log-in-Standard Net-ID an, der eine Alternative zur Nutzung von großen US-Konzernen wie Facebook und Google bieten soll.
dpa

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