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Duckduckgo: Von Google zur offiziellen Such-Alternative in Chrome gemacht

Duckduckgo-Gründer Gabriel Weinberg. (Foto: Duckduckgo)

Die auf Datenschutz bedachte Google-Alternative Duckduckgo ist jetzt offiziell zur Suchalternative im Chrome-Browser erhoben worden – in mehr als 60 Märkten weltweit.

In Deutschland findet sich Duckduckgo hinter Yahoo, Bing und Google immerhin auf Platz vier der meistgenutzten Suchmaschinen. Die auf Datenschutz bedachte Google-Alternative kommt allerdings nur auf einen Marktanteil von 0,67 Prozent (Stand: März 2019). Google dagegen hält bei knapp 95 Prozent der Suchanfragen von deutschen Nutzern. Das könnte sich ändern. Denn Google hat Duckduckgo zur offiziellen Such-Alternative in seinem Chrome-Browser erhoben.

Duckduckgo kann jetzt in Chrome als bevorzugte Suchmaschine ausgewählt werden

Die zusätzliche Suchmaschinen-Option steht in den aktuellen Versionen des Google-Browsers zur Verfügung. Nutzer wählen dazu in den Einstellungen unter dem Menüpunkt Suchmaschine schlicht im Drop-down-Menü statt Google, Bing oder Yahoo Duckduckgo aus. Schon werden alle in die Adresszeile des Browsers eingegebenen Suchanfragen automatisch darüber abgewickelt. Duckduckgo verspricht seinen Nutzern, auf das Speichern von IP-Adressen, Tracking und Cookies zu verzichten.

Duckduckgo in Chrome

Duckduckgo als bevorzugte Suchmaschine in Chrome auswählbar. (Screenshot: t3n.de)

Die Aufnahme von Duckduckgo als Alternative für die Suche in Chrome ist laut Techcrunch in rund 60 Märkten weltweit erfolgt, darunter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bisher gab es diese Möglichkeit noch nicht. In Frankreich wurde zudem die ebenfalls auf die Privatsphäre der Nutzer fokussierte französische Suchmaschine Qwant in die Liste der Suchmaschinen-Alternativen des Chrome-Browsers aufgenommen.

Suchmaschinen: Es muss nicht immer Google sein
Wenn eine Suchmaschine von den PRISM-Enthüllungen profitieren konnte, dann ist es Duckduckgo. Noch immer gehen die Nutzerzahlen der US-amerikanischen Suchmaschine stark nach oben. Das liegt an dem Versprechen des Anbieters, keinerlei Nutzerdaten anzusammeln. Über Duckduckgo könnt ihr nicht nur nach Websites suchen, sondern auch nach Bildern und Videos im Internet fahnden. (Screenshot: Duckduckgo/t3n)

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Qwant-Mitgründer Eric Leandri bedankte sich gegenüber Techcrunch zwar artig bei Google, empfahl Nutzern aber dennoch, lieber Mozillas Firefox-Browser oder den sichereren Brave-Browser zu benutzen. Dass Google mit diesem Schritt weitere Regulierungsmaßnahmen der Europäischen Union umgehen könne, glaubt Leandri nicht. Schließlich verlange der Suchmaschinenriese noch immer von Android-Herstellern Gebühren, um eine andere Suchmaschine als Google als Standard festzulegen zu können.

Ebenfalls interessant: SEO für Duckduckgo – So punktet ihr bei der Suchmaschinen-Alternative

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2 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Solange die Nutzer fleißig Browser und Plug-ins nutzen die fleißig nach Hause telefonieren, wird Google dieser Schritt keinen Schmerz spüren lassen.

Antworten
Luise
Luise

DuckgoDo mit Sitz in den USA?

ha, ha, ha…….ganz sicher bestimmt. Da nehme ich lieber Yandex oder Metager.

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