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Durch Whatsapp-Ausfall: Telegram wächst binnen 24 Stunden um 3 Millionen Nutzer

(Foto: Shutterstock/Siarhei Dzmitryienka)

Während Whatsapp mit Ausfällen zu kämpfen hatte, erfreute sich Telegram an einer Vielzahl neuer Nutzer.

Am frühen Abend war es wieder soweit. Facebook, Whatsapp und Instagram hatten mit Störungen zu kämpfen und waren teilweise komplett down. Allerdings nicht nur in Deutschland. Weite Teile Europas, sowie die Ost- und Westküste der USA sollen betroffen gewesen sein. Während die konkurrierenden Messaging-Dienste ausfielen, stiegen die Anmeldungen bei Telegram stark an. Das behauptet zumindest Telegram-Gründer Pavel Durov und verkündete, dass sich in den letzten 24 Stunden etwa drei Millionen neue Nutzer beim Messenger angemeldet haben.

Lebenszeichen der Whatsapp-Konkurrenz

Eine explizite Erklärung für den plötzlichen Anstieg der Anmeldezahlen hat Durov nicht, es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Ausfälle der Facebook-Apps ausschlaggebend waren. Auf Nachfrage von Techcrunch gab Telegram für das steigende Wachstum an, dass eine allgemein wachsende Unzufriedenheit gegenüber Facebook bestehe und viele Nutzer sich unabhängig von Ausfällen oder Störungen für Telegram entscheiden würden. „Wir haben echte Privatsphäre und unbegrenzten Raum für alle“, begrüßte Durov die drei Millionen Telegram-Neulinge und bekräftigte somit auch Telegrams Standpunkt gegenüber Facebook.

Das Thema Privatsphäre spielt bei Durov seit dem Start von Telegram eine große Rolle. Immer wieder kritisiert er seine Konkurrenten öffentlich, nicht genug getan zu haben, um die Privatsphäre ihrer Benutzer zu schützen. Telegramm ist Durovs zweites großes Projekt. Im Jahr 2006 gründete er die russische Social-Media-Plattform Vkontakte, eine Art russisches Facebook. Nachdem er seine Firmenanteile im Januar 2014 verkauft hatte, verlor er im April desselben Jahres den CEO-Posten und verließ Russland. Seitdem konzentriert sich Durov voll auf den Messaging-Dienst Telegram. Ein Messenger, den die russischen Behörden seit mehr als eineinhalb Jahren zu blockieren versuchen.

Facebook, Instagram und WhatsApp scheinen mittlerweile wieder vernünftig zu funktionieren, einen Teil ihrer Nutzer haben sie aber wohl an die Konkurrenz abgeben müssen.

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